Peter´s Blog

Advent

 

Advent - ja, wirklich, alle Jahre wieder und doch: besonders!
 

 

Am Foto seht ihr einen von meinen Söhnen. Er schaut neurigig, gespannt, ja was ist denn da?
 

 

Advent - was ist da? Ankommen, Ankunft - auch alle Jahre wieder. Schlangen vor Einkaufszentren, gut gemeinte Advent- und Weihnachtsmärkte, schön geschmückte und glänzende Straßenbeleuchtungen, süße Köstlichkeiten und Schmankerl, mehrere Weihnachtsfeiern schon Wochen vor Weihnachten. Doch ist das alles?
 

 

Advent: Jesus kommt, er - das Zentrum, kommt in die Mitte des Lebens hinein. Genau in das Herz der Menschlichkeit, dorthin, wo keiner Gott vermutet: als Baby, nicht als Machthaber, er kommt als einer, der leise kommt, ohne viel Glanz und Glimmer, doch voller Herrlichkeit und Licht.
 

 

Jesus möchte uns begegen - als der, der er ist, als der Heiland und Retter. Als einer, der dein und mein Herz mitten in aller Geschäftigkeit ansprechen möchte, der aus der Wort- (Was hab ich gesagt, was wurde gesagt, hab ich zugehört, wem begegne ich?)  und Beziehungslosigkeit (die dreifache Beziehung: zu mir selbst, zum nächsten und zu Gott - wie lebe, gestalte und forme ich Beziehung?)  hineinruft in die Begegnung mit dem Wort (Begegnung mit Jesus) und zur Beziehung (Leben mit Jesus).
 

 

Advent: Einladung an dich und mich - einfach mal auszuschalten, alles was nicht notwendig ist, wegzulassen und einzuschalten, was gut ist: Bibel (das Wort), die Begegnung mit Gott im Gebet. Und die Gemeinschaft, die im fröhlichen Singen zusammenkommt und die Stimme erklingen lässt.


Johannes-Evangelium 1.14: Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Eine gesegente Adventszeit wünscht euch
Peter Kerschbaumer


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Adventkonzert

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Einheit mit Jesus

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Predigt Peter Kerschbaumer/Johannes 17
In Einheit mit Jesus LEBEN. Predigt von Peter Kerschbaumer über Johannes 17
gehalten in der EFG Feldbach www.efgfeldbach.at
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Durchhalten

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Durchhalten
Predigt von Peter Kerschbaumer
Durchhalten_Peter-Kerschbaumer_cut.mp3
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Heiliger Geist vs. Zeitgeist

Heiliger Geist vs. Zeitgeist

Ich beobachte schon seit vielen Jahren die Tendenz (etwas überspitzt ausgesagt): Ich bin mir selbst am nächsten, ich tue was mir gut tut, und ich bin das Maß aller Dinge.

Im gleichen Atemzug beklagen viele Menschen die Verrohung der Menschheit. Kalt und kälter wird es zunehmend in der Welt. Egoismus, die Gier nach mehr, das Suchen des eigenen Vorteils nimmt zu ... man könnte noch viel mehr dazu sagen .... aber:

Kernsache des Evangeliums ist eine andere: In der Apostelgeschichte steht ein Vers, den ich in der Einleitung des Newsletters erwähnt habe: verschiedenen Menschen, aus verschiedenen Kulturen/Nationen/Herkünften hören eines gemeinsam: wir hören die großen Taten Gottes in unserer Sprache.

Wie schön: Menschen hören - sie hören das, was Gott ihnen sagt durch die Stimme des Heiligen Geistes, durch Menschen, die reden von dem, was darüber ist: nähmlich die großen Taten Gottes. Dass Gott Mensch wurde, dass er Begegnung will, Sehnunsucht nach jedem Einzelen und darüber hinaus in eine Gemeinschaft hineinstellt, die der Leib Christi ist.

Egoismus, Herzenshärte und die Verrohung des Menschen kann überwunden werden, durch Gottes Heiligen Geist. Der Heilige Geist möchte Menschen erfüllen, und jenes vertreiben, was nicht ihm entspricht: den Zeitgeist. Oder anders gesagt, er möchte: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit.

Wäre das nicht die völlige Alternative zur "Welt", zum Zeitgeist?
Ja! Aber, der alte Adam läßt grüßen und sucht genau das andere. Doch Pfingsten möchte uns einladen darüber nachzudenken, sich auszustrecken und die großen Taten Gottes im eigenen Leben, die wir hören können, wenn wir bereit sind zu hören, einfach zu hören.

Jesus läßt uns nicht im Stich: Er sandte seinen Heiligen Geist! Komm Heiliger Geist!

Paul Gerhardt schrieb in einem Liedtext dazu:
Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wir erhöret, dein Singen klinget wohl, es steigt zum Himmel an, es läßt nicht ab und dringet, bis der Hilfe bringet, der allen helfen kann.

Also: Herzliche Einladung, den Heiligen Geist zu bitten, uns zu helfen!

 

Aus dem Newsletter von Weites Land Gebetshaus

https://tb2c22ecd.emailsys1a.net/mailing/199/1135333/0/f05e33bf87/index.html

 

Wagnis2017

Wagnis 2017

 

Ich träume davon, dass sich Christen aus allen möglichen Himmelsrichtungen Richtung Gebetshaus bewegen, um eines gemeinsam zu tun: Gottes Gegenwart zu suchen, Gott anzubeten in der Stille, im Lobpreis, auf Knien, im Stehen, im Sitzen ... wie auch immer: mit brennenden Herzen sich EINS zu machen. Christen aus unterschiedlichen Kirchen und Gemeinden.

 

Und dazu lade ich euch ein: Kommt am Samstag, 24. Juni, zu uns ins Gebetshaus bzw. auf unseren Hof, um das gemeinsam zu tun. Start ist um 19:00 Uhr, Ende am Tag darauf, also am Sonntag, dem 25.06., um 11 Uhr.

 

Und diese Veranstaltung heißt: Wagnis

 

Erstens, weil ich nicht weiß, ob jemand kommt, zweitens, weil eine Begegnung mit Gott immer ein Wagnis ist: Ich komme hin, und geh anders weg. Gott begegnen ist Wagnis.

 

Wie schön! Programm: Impulse, Gebet, Lobpreis, Anbetung, Gemeinschaft Für Essen und Trinken ist gesorgt, gerne kann auch etwas mitgebracht werden zum Teilen. Die Teilnahme ist natürlich wie immer kostenlos!

 

Bring dich mit, dein Zelt (oder den Wohnwagen), Schlafsack, Isomatte, deine Leidenschaft für Gott, dein Sehnen nach seiner Gegenwart und vor allem: dein Herz. Also geschlafen (wer das möchte und braucht) wird im Freien oder im Haus, Achtung: Betten gibt's keine). Bring dein Instrument mit: Es gibt noch keine Lobpreisband dafür - also wer sich gerufen fühlt, kann sich gerne melden! Zusammenfassend: Gottes Geist soll Freiraum - es wird tatsächlich unter freiem Himmel sein (vorausgesetzt es regnet nicht) - haben. Nichts soll behindern, nichts soll unmöglich sein.

 

Herzliche Einladung! Komm und sei dabei! Es gibt keinen strengen Ablauf, denn Wagnis heißt für mich auch, Mut zur Lücke zu haben und einfach mal still zu sein, wenn nichts ist, um doch etwas zu hören.

 

Und außerdem: habt keine Angst - Jesus ist da ... alle Tage .... Zwecks grober Planung wären wir dankbar für deine Anmeldung via Mail: info@gebetshaus.at bzw. unter www.gebtshaus.at/wagnis

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Einkehrtag - Herzliche Einladung

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Konsumgötze und die Bank, die zahlt

Heute entdeckte ich eine Werbung einer Bank:

 

Kontoüberziehen und jetzt schon Weihnachtsgeschenke kaufen!

 

Hervorragende Idee .... auf Pump Dinge kaufen, die man unbedingt will, um jemandem etwas zu schenken, das er vielleicht gar nicht braucht? Hauptsache die nicht vorhandenen Euros rollen, rollen und rollen.

 

Vor Wochen im Baumarkt: Weihnachtsdeko .... gleich nach den Sommerferien im Supermarkt: Lebkuchen und dementsprechende Nascherei im Regal ....

 

Ja, Weihnachten steht vor der Türe, doch geht's dort doch um was andres. Dort geht's um's Durchbrechen von Zwängen, um frei zu werden von Dingen, und um frei zu werden für jemanden, für etwas.

 

Weihnachten in der westlichen Kultur wird immer sinnentleerter, weil der Wert des Lebens verloren geht. Und dort, wo der Wert des Lebens den Bach runter geht, darf man sich nicht wundern, wenn Banken auf solche Dinge aufspringen, wenn Versicherungen Versicherungen anbieten, die nach dem Tod all das digitale Vermächtnis "abhandeln", um "virtuelle Spuren zu verringern" und  man fragt sich, wo bleiben die wirklichen Spuren im echten Leben?

 

Markt und Marktnischen prägen das Geschäft.

 

Weihnachten hat einen anderen Sinn: Gott wird Mensch und schenkt sich uns in Jesus. Und dieses Geschenk ist völlig kostenlos, aber nicht umsonst. Gott tritt in Beziehung, er zieht in die Welt, um Begegnung zu schaffen, um der Liebe ein Gesicht zu geben. Abseits von Konsum, abseits von blanken Konten, vollen Regalen, Schmankerln und kulinarischen Highlights .... aber genau dort wo der Mensch ist: Mitten im Leben.

 

Lass dich ein auf diese Begegnung mit Jesus.

Reisebericht - Mitten im Leben

Liebe Freunde, nun ist es wirklich schon einige Zeit her, seit ich meinen letzten Blog Artikel geschrieben habe.

Es hat sich viel getan! Schön so!

Im Juni 2016 habe ich mein Dienstverhältnis als Geschäftsführer des Maschinenring Oststeiermark beendet. Zeitgleich hat sich der Gesundheitszustand unseres Opas verschlechtert. Ich hab die Pflege übernommen, um meine Frau zu entlasten. Unsere vier Kids wachsen und wachsen und bereiten uns große Freude. In großen Schritten haben wir unsere Bio-Landwirtschaft erweitertet, ein kleiner Hühnerstall nach dem anderen wurde gebaut. Nun leben bei uns viele bunte Hühner und unsere Eier erfreuen sich großer Beliebtheit am Bauernmarkt in Graz, wo ich wöchentlich jeweils am Freitag bin.

In den letzten Monaten durfte ich viele neue Menschen kennenlernen. Aus nah und fern.

Das Gebetshaus - Projekt wurde gestartet und nunmehr sind schon einige Veranstaltungen hinter uns. Im Oktober startet die "Offene Stube", die monatlich stattfindet, um einen Ort zu schaffen, der Menschen unterschiedlicher (geistlicher) Herkunft verbindet und zu vernetzt.

Mitte Oktober folgte der erste Einkehrtag, ein Tag voller Gemeinschaft, mit tiefgehenden Impulsen, Lobpreis und Gebet.

Erst gestern statet die "Weggemeinschaft Christus - Jüngerschaft", die als Forum für vertiefende Gemeinschaft dienen soll und Menschen in der Jüngerschaft fördern und fordern soll.

Alles in allem eine spannende Reise. Eine Reise, die schon bisher voller Erfahrung und Führung der Liebe Gottes war, und die sich noch spannend entwickeln wird.

 

Es macht mir große Freude, Menschen zu begegnen, einzuladen und uns allen schlicht und einfach Jesus lieb werden zu lassen. Jesus allein!

Ich kann mir nichts schöneres vorstellen als mit Jesus zu sein, zu werden und in ihm zu bleiben, und aus dieser Liebe heraus Menschen zu begegnen. Sei es am Bauernmark oder im Gebetshaus, in der Gemeinde oder überall dort, wo ich hingestellt bin.

Und ich freue mich sehr, wenn viele Menschen diesen Weg mitgehen, dabei sind und - egal wo - Spuren hinterlassen. Spuren des Lebens, mitten in einer doch schon so lebensfeindlichen Welt und so Gottes Liebe, Herrlichkeit und Schönheit in die Welt tragen.

Das Gebetshaus  ist ein kleiner Ort dafür, wo das zum Leben erklingen darf.

Magst du mit dabei sein? Einfach kommen, dabei sein!

Magst du mitarbeiten? Einfach melden - du bist herzlich willkommen!

Infos zum Gebetshaus findest du auf der Homepage www.gebetshaus.at oder am Folder.

Nächster Termin: 12.11.2016 um 18:00 Uhr --> Offene Stube im Gebetshaus. Thema: "Berufen zur Fülle"

 

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Neue Wege...Weites Land Gebetshaus

Gottes Herrlichkeit, Kraft und Liebe möchte mitten unter uns sein...

Im heurigen Jahr verändert sich manches, eines bleibt:

Gottes unfassbare, große und unendliche Liebe zu dir, zu mir. Und die tiefe Sehnsucht Gottes nach Liebe.

Bürgerliche wählen links, Sozialisten rechts. Gottes Wahl für uns Menschen bleibt unveränderlich. Sicherheit mitten in aller Unsicherheit!

Heute feiern wir Pfingsten. Gottes Geist wurde ausgegossen über seinen Leib (seine Kirche). Er kommt nicht neu, er ist schon da - dort, wo Menschen erfüllt vom Heiligen Geist sind, dort, wo sich Menschen Jesus zuwenden und umkehren, dort wo die neue Schöpfung ins Leben des alten Menschen kommt.

Wie schön ist es: Gott handelt! Amen! Gottes Herrlichkeit, Kraft und Liebe möchten mitten unter uns sein. Lassen wir es zu, dann "passiert" Pfingsten neu! Doch neues erfordert auch einiges: Komfortzonen zu verlassen, scheinbare Sicherheiten aufzugeben und im Glauben das zu ergreifen, was man nicht sieht....

...daher: los geht's...auf eine spannende Reise!

 

"Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägpyter Hand und sie herausführe aus diesem Land in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt..." (2. Buch Mose 3,8)

Oase des Leben...

Heuer bewegt mich einiges, das möchte ich gerne mit euch teilen.

Seit ca. 12 Jahren leben und wohnen wir als Familie in der Oststeiermark, in einer wunderschönen Gegend. Wir sind dankbar dafür, dieses Privileg zu haben.

Ungefähr gleich lange liegt in meinem Herzen eine Vision für diese Gegend, für dieses Stück Land - für meine Heimat.

Einen Ort zu ins Leben zu rufen, wo Menschen eintauchen können und dürfen in die Gegenwart Gottes, wo Menschen eine Oase finden dürfen, um mitten im Sturm der Zeit aufzutanken. Wo Menschen sein dürfen, um ihre Berufung zu entdecken, geistlich begleitet zu werden und um gemeinsam Kirche und Gesellschaft im Sinne des Evangeliums zu erneuern.

Viele Gedanken sind in meinem Herzen herumgegeistert, viele Gespräche habe ich geführt. Vieles vor Gott bewegt. Und herausgekommen ist auch einiges....

Ort des Gebetes....

Weites Land gründet ein Gebetshaus...

Wir, vom Verein Weites Land,  werden ein Gebetshaus gründen, einen Ort schaffen, wo wir im Kleinen, Schwachen, im noch nicht Ganzen und völlig Einfachen, aber in der Liebe Gottes einen Ort der Begegnung ermöglichen, um Menschen aus verschiedenen Himmelsrichtungen und Hintergründen zu sammeln, zu stärken, zu ermutigen. Es soll ein Ort der Anbetung und Gegenwart Gottes in einer ehrlichen und offenen Gemeinschaft sein. Nicht als neue Kirche oder Gemeinde, sondern als Gebetshaus, das die Vielfalt und die Schätze im Leib Christi und seiner Kirche(n) schätzt und ehrt.

Dazu nutzen wir das alte Bauernhaus auf dem Ursteirerhof.

 

Anbetung, Glaube, Leben - mitten in der Oststeiermark...

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Gebets-/Anbetungsabend 16.04.2016

Jesus ist mit dir unterwegs

Christen feiern das Fest der Auferstehung Jesu. Jesus hat dem Tod die Macht genommen, das Leben hat das Wort.

Doch glauben wir das? Wir sind mitten in guter Gesellschaft, genau wie die Emmaus-Jünger, die unterwegs waren. Und dennoch: Jesus ist mit dir unterwegs.

Hier eine Predigt zum Thema: Hoffnungsvoller Lebensstil

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Hoffungsvoller Lebensstil
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Die Uhr

Kürzlich entdeckte ich ein altes Uhrwerk, echte Handwerksarbeit, schon ziemlich alt. Ich habe gestaunt, wie präzise, genau und wie fein sich jedes Rädchen bewegt. Immer gleich schnell, immer genau.

Dreht man die Uhr um, erblickt man die Zeit. So spät ist es, oder so früh .... je nachdem, wie man es sieht.

Das hat mir persönlich viele Fragen bezüglich der komplexen Dinge des Lebens gestellt. Es ist mehr, als nur der Zeiger auf der Uhr, der sich bewegt, es ist mehr als man augenblicklich sieht und es ist mehr an Tiefe und Inhalt da, als man in der menschlichen Art zu denken erfassen kann.

Mich fasziniert es, wenn ich in Gottes Wort blicke und dort lesen darf in Psalm 31.16a:

Meine Zeit steht in deinen Händen.

Ja, gut zu wissen: Ich brauche nicht alles wissen, können, machen, tun ... ich darf beitragen mitten in dieser Welt, mehr als ein Rädchen am Zahn der Zeit sein, und so in meiner anvertrauten Zeit das wichtigste zu geben und zu leben, LIEBE, um das zu tun, was Gott tut: zu lieben - warum? Weil er uns zuerst geliebt habt.

Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt. (1. Johannes 4.19)

 

Bist du dabei? Komm, sei dabei!

Ehrlich gesagt, ich hab für heuer keine Neujahrsvorsätze ... meist vergesse ich sie am ersten Arbeitstag wieder und was verändert sich bei mir? Nicht viel ... die Jahreszahl ist anders, das Monat .... was soll der viele Lärm um nichts in der Sylvesternacht?

Aber was mir trotzdem enorm wichtig ist: Dabei zu sein! Doch wo? Beim Wettkampf des Erfolgs? Beim Rennen um den ersten Platz am Stockerl der beruflichen Karriere, oder beim Scheffeln nach Geld, um ein Leben mit vielen materiellen Annehmlichkeiten zu leben, teilweise auf Kosten anderer?

Nein: Dabei sein, beim Herzen des Vaters - beim Herzen dessen, der mich nicht danach fragt, was hast du erreicht, wie hast du es geschafft? Sondern einzig und allein danach fragt: Liebst du mich?

Liebst du Jesus?

Und aus der Liebe heraus darf etwas geborenen werden. Geboren im Herzen, um Herzen zu erreichen. Liebe ist das einzige, das nicht weniger wird, wenn man es weiterschenkt. Liebe kennt keine Inflation. Doch: nicht die Liebe der Welt, sondern die Liebe Jesu für dich und mich.

Mein Wunsch für 2016 ist es, dass ich mehr von der Liebe Gottes "ER-Leben" darf, mehr von der Liebe Gottes für die Welt weitergeben darf an Menschen, egal wo sie gerade stehen und was sie bewegt. Mein Wunsch ist es, das sich "geistlich gesehen" was tut in meiner Umgebung, in und um Markt Hartmannsdorf, im Bezirk Weiz - dort wo Begegnung entsteht, mitten im Leben.

Mein Traum ist es, Menschen auf diesem Weg zu begleiten, zu begeistern, ja Leben zuzusprechen und Leben herauszufordern - aus eingefahrenen Pfaden zu treten, über den Tellerrand zu blicken, neues zu wagen. Ja, einfach aufzubrechen, statt zu resignieren, ein Stück weit zu glauben. Und ich weiß: Ich kann das überhaupt nicht, aber ich weiß und glaube: Jesus kann es, Gottes Heiliger Geist kann es - ohne einen Funken Zweifel.

Bist du dabei auf diesem Weg? Magst du ein stückweit mitgehen? Möchtest du dich bewegen lassen vom Grund aller Hoffnung, von der Liebe des Lebens - vom Heiland der Welt?

Komm, sei dabei!

Ich wünsche dir ein gutes neues Jahr, gesegnet und geführt vom lebendigen Gott!

Herzlichst,
dein/euer Peter

PS.: wenn du Ideen, Gedanken dazu hast: schreib mir info@peter-kerschbaumer.com

 

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Alle Jahre wieder

Heiliger Abend .... Weihnachten ... Christfest ... was oder wie auch immer diese Tage genannt werden, es geht um mehr, um eine Tiefe, um die Sehnsucht Gottes, dir zu begegnen als Gegenüber. Es geht um die Liebe, die ein Gesicht bekommt, um das Wort, das lebendig wird, um die Kraft des Lebens, das in der Geburt des Wunderrat, Ewig-Vater, Friedefürst ihren Ausdruck findet in Jesus - Gottes Sohn.

Es geht nicht um das Geben von Geschenken, um das scheinbare Fest der Liebe und der Familie - wo ja angeblich gerade zu Weihnachten viel Streit in Familien ist, es geht nicht darum, den festlichen Baum und das fette Essen zu genießen, sondern schlichtweg um Jesus und um dich.

Jesus und du: Wage die Begegnung mit ihm, geh mit ihm weiter, lass dich vom Kind in der Krippe ergreifen, lass dich verwandeln durch seine Liebe und bereit machen für die tiefe innige Gemeinschaft mit ihm, auch im Lichterglanz der Weihnachtszeit, auch in der Finsternis dieser Welt.

Vielleicht magst du das mitbeten:

Jesus, du kommst in diese Welt, mitten in meine Welt.
Ich möchte dich einladen, in mir groß zu werden.
Heiliger Geist, sei du mein Lehrmeister des Glaubens.
Wecke in mir das Feuer, die Wärme, die Hoffnung und die Liebe zum Ewigen.
Vater, lass mich mitten in der Kälte der Welt deine Wärme und dein Herz entdecken.
Amen!

Ein gesegnetes Jesus-Fest wünscht euch
euer Peter Kerschbaumer

 

Gefängniszelle, Türe und Herz

So eine Gefängniszelle ist übrigens ein ganz guter Vergleich für die Adventssituation;

man wartet, hofft, tut dies und jenes

- letzten Endes Nebensächliches -,

die Tür ist verschlossen und kann nur von außen geöffnet werden.

Nach Dietrich Bonhoeffer

 

Lass Jesus die Tür des Lebens öffnen, ER macht sie DIR auf. Komm geht durch! Die Einladung steht. Es geht ums HERZ.

Für die Seele

Gibt's denn auch für unsere Tage noch so etwas wie Seele, in der Zeit der Maschinen, des Wirtschaftskampfes, der Herrschaft der Mode und des Sports;

ist´s nicht nur eine liebe Kindererinnerung, wie so manches andere.

Es klingt halt so wunderlich und absonderlich zu dem Gewirr und Geschrei der Stimmen, die sich anpreisen, das Wörtchen Seele, es hat so eine leise, stille Sprache, dass wir´s kaum hören über dem Toben und Tosen in unserem Inneren.

Nach Dietrich Bonhoefffer

Advent: Die Einladung zur STILLE, ohne HAST, ZEITNOT und BETRIEB. Lass dich EINLADEN!

Angst vs. Hoffnung

Was macht das alles mit uns? Flüchtlinge zu Hunderttausenden, Terror in Paris, Tote auf Straßen, Gewalt ....

So ein Schleier der Angst breitet sich aus. Vieles wird negativ gesehen. Schubladen werden geöffnet und manches daraus herausgenommen und anderes hineingegeben. Das Denken "Hier bin ich und das gehört mir, du bist fremd und gehörst nicht hier her" verfinstert weiter. Eine Spirale nach unten.

Doch was braucht die Welt jetzt? Hoffnung, Hoffnung für morgen. Hoffnung für Menschen, die hoffnungslos sind. Für jene, die auf der Flucht sind, aber auch für jene, die Terror und Angst verbreiten wollen, dass ihre Herzen verändert werden.

Und es braucht auch eine Klarheit: zur Unterscheidung der Geister, zu Wahrung der Herzenssicherheit und in der Klugheit.

Es ist nicht jeder Flüchtling religiös oder politisch verfolgt, aber vielleicht ohne Hoffnung in wirtschaftlicher Perspektive. Es ist nicht jeder Moslem ein Terrorist, aber dennoch und vor allem ein Mensch, der ebenso Liebe braucht. Und nicht jeder potentielle Terrorist ist ein Mörder, sondern oftmals ein suchender Mensch, der keine Perspektive hat, weil er nichts anders kennt. Und gerade hier unter den suchenden Menschen ist es notwendiger denn je, dass wir als Christen Bekenntnis ablegen vom dem, der ist, der war und der sein wird. Von diesem großen lebendigen Gott, der die Liebe ist - der jeden Menschen liebt - ohne Kompromisse.

Die Fluchtwelle hat ja ihre Gründe. Neben barbarischen Regimen und religiösen Spinnern oder Verführern sind es auch unsere wirtschaftlichen Handlungen, wenn wir als "Westen" Länder wirtschaftlich bluten lassen. Wer soll denn da dort bleiben, gleichzeitig liefert manches Land fleißig Waffen hin, statt Pflugscharen. Wenn wir als "Westen" Werte auf die Brust klopfen und so tun, als ob, dann ist es zu wenig. Ganzheitliches Handeln, ohne viele Worte wäre besser. Und wenn wir als" Westen" meinen, dass alles okay ist vor der eigenen Haustür, dann sollten wir umdenken. Besser heute als morgen.

Als Christen sollten wir auf die Straße gehen, nicht um mit Sandalen gegen die Globalisierung zu demonstrieren, sondern um das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden, um als Menschen ganz da zu sein für andere Menschen - die auf der Flucht sind und auch für die, die Hass sähen in der Welt, um mit Liebe zu siegen. Hass kann man nur mit Liebe besiegen, Krieg kann man nicht mit Krieg beenden oder verhindern. Hände, die sich reichen, statt Hände, sie sich zu Fäusten ballen. Und Herzen, die nicht verbittern in Gottlosigkeit braucht unser Land, unser Europa.

Und als Christen dürfen wir uns auch nicht den Mund verbinden und verbieten lassen, um von unserer Hoffnung Zeugnis zu geben, mitten in einer scheinbar hoffnungslosen Welt Hoffnung zu sähen, und mitten in Angst Sicherheit zu vermitteln: Jesus ist der Friede!

Zusammenfassend brauchen wir keine Angst haben als Christen, wir dürfen klare Worte finden und wir wissen uns geborgen in Gottes Liebe und Kraft. Ohne wenn und aber. Denn: Jesus ist das Leben!


Erneuerung von Kirche und Gesellschaft

Einige Gedanken zum Thema "Erneuerung von Kirche und Gesellschaft" es geht beispielhaft um Familie und Soziale Gerechtigkeit.

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Predigt zum Thema "Erneuerung von Kirche Gesellschaft"
Vineyard Graz, Predigt von Peter Kerschbaumer
044 Peter Kerschbaumer 07.11.2015.mp3
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Gottes Gegenwart

Gegenwart Gottes heißt: ein Fenster der Ewigkeit ist offen mitten in deinem Leben, mitten im Leben seiner Braut – seiner Gemeinde, dort wo du bist, dort wo Leib Christi ist.

Gegenwart Gottes heißt: Das Herz des Vaters eins zu machen mit meinem Herzen. Im Leben des Sohnes den Sieg des Lebens zu proklamieren und in der Kraft des Heiligen Geistes das zu tun, wozu wir berufen sind: den Willen Gottes zu tun und seine Früchte der Welt zu reichen.

Auf der Tonaufnahme: Zuerst ein Zeugnis von Dietmar dann folgt die Predigt ab Minute 5:20


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Predigt zum Thema "Gottes Gegenwart"
Vineyard Graz, Predigt von Peter Kerschbaumer
042 Peter Kerschbaumer 17.10.2015.mp3
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Guten morgen

Gestern Abend hörte ich ein Lied, das sinngemäß sagte: Wenn Montagmorgen doch bloß Sonntag sein könnte, wenn man in der Früh "Guten Abend" sagt und am Abend "Guten Morgen" .... usw.

Eigenartig. Man will immer das, was man nicht hat, und dann, wenn man es hat sieht man wieder etwas neues, das man haben will. Irrsinnig eigentlich. Weil das, was gerade ist, nicht genossen, erfahren und gelebt wird, sondern eigentlich nur sozusagen Zwischenstation im Leben ist, manchmal lästig, manchmal schön, aber nicht genug. Doch kann's das sein?

Nein: Es gibt einen Sinn, hier und jetzt, gerade dort, wo man steht. Und von dort aus geht es weiter: Schritt für Schritt, manchmal schneller, manchmal langsamer - so im Schritt des Lebens gehend, der zum Leben passen sollte.

Und wenn ich gerade dort stehe, wo ich bin mit allen Fragen des Lebens, dann darf ich sie stellen und auch manche Antwort erwarten.

Vielleicht wär es einfach mal gut, einfach zu staunen, zu schauen, zu erblicken, was ist im Leben, mitten in der Schöpfung, wo ich gerade stehe, und genau dort den Schöpfer zu fragen: Ich danke dir für alles, was du mir heute wieder geschenkt hast. Was willst du mir heute zeigen? Die Einladung gilt: zu schauen, zu hören, auf Gott, auf sich selbst und so die Brücke zum Nächsten zu schlagen.

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Obmann Müsli - Nicht einfach schnell …. sondern mal ganz ….

Die Obmann-Müsli-Idee hat ganz einfache und praktische Wurzeln. Entstanden in Schweden, wo wir eine Woche unterwegs sind, morgens Frühstück …. dann bis Nachmittag im Kanu am Wasser. Dazwischen braucht man gute Stärkung, ohne lange kochen zu müssen: eben Müsli.

Zurück in Österreich, genauer auf der Raab, bei unseren „Weites Land Abenteuerclub“-Kanutouren: man besinnt sich auf das, was sich bewährt hat: Gutes und man nimmt Müsli.

Selbergemischt, mit guten Zutaten – von Bio-Haferflocken aus Oberösterreich, die zusammen mit ein wenig Rohrzucker angeröstet werden, hin zu unterschiedlichen Trockenfrüchten, Nüssen vom Ursteirerhof, Mandeln und Erdmandeln. Manch ein Teilnehmender, der das Müsli zur Stärkung verabreicht bekommen hat, hat gemeint: „Oh Mann, Müsli esse ich nie!“ Und dann die Bekehrung zum Müslifreak: „Mehr …. Mehr …. Her damit!“

Es schmeckt. Einfach gut. Das Obmann-Müsli – warum Obmann Müsli? Weil Not an Frau mit dem lieben Nachwuchs war, musste der Obmann selbst zugreifen und das Müsli selber machen. Denn wir von „Weites Land“ kaufen nicht einfach irgendetwas, vielleicht noch billig, von weit her importiert und mit Flocken, die Giftrückstände aufweisen, sondern wir machen es selbst aus einem Grund: der Inhalt macht das Leben fit. Sowohl beim Essen, wie auch ganz praktisch im Leben. Und genau das wollen wir auch auf unseren Kanutouren vermitteln: das Leben entschleunigen, den Blick neu ausrichten, anderes sehen, Neues entdecken, zurückstecken, und sich ausstrecken: vom Essen – bis zum ganzen Sein am Wasser.

Das Feedback nach dem Müsli und den Kanutouren war sehr gut. Und immer wieder die Frage: Wo kann man das Müsli kaufen? Kaufen geht nicht. Denn ein Verein ist gemeinnützig. Er darf deshalb das Müsli nicht verkaufen. Und dann fiel uns ein: Naja, wir richten einen Sozialtopf ein für Menschen, die es nicht so dick (Alleinerziehende, Studierende, Arbeitslose, Migranten) haben und doch mal raus möchten in die Natur, um sich selbst und anderen zu begegnen. Wer nun ein Obmann-Müsli bestellt, der bekommt es gratis aber nicht umsonst, denn er tut was Gutes, wenn er dann ein Dankeschön in Form von ein paar Münzen in den Sozialtopf wirft.

Der Topf macht‘s aus: aus dem Topf holen wir Essen, vom Topfinhalt werden wir gestärkt, und am Topf beginnt auch Gemeinschaft – Tischgemeinschaft. Beim Essen kommen die Leut zusammen. Und es schmeckt. Geteiltes schmeckt doppelt.

So planen wir im kommenden Jahr, Migranten mit ins Boot zu nehmen und so teilhaben zu lassen an österreichischer Gastfreundschaft, Begegnung zu stiften und  so Begegnung zu schaffen.

Also … Müsli bestellen, futtern, dabei sein, Freude teilen und weitergeben. Beim Essen und auf einer der nächsten Kanutouren von „Weites Land Abenteuerclub“ (www.weitesland.at)

Bist du dabei?


Kontakt:

info@weitesland.at oder www.weitesland.at

Bankverbindung Weites Land Abenteuerclub:

    Widmung: Sozialtopf

Easybank
BIC: EASYATW1
IBAN: AT17 1420 0200 1094 4822



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Wohin geht die Fahrt...

Sommerspritzer und laues Gebirgsbacherl .... gut und schön. Doch es gibt mehr:

 

Christsein, dort wo du bist! Dort wo du lebst! Doch: Wohin geht die Fahrt und wohin die Reise.

Ein Impuls aus der Predigt vom gestrigen Samstag in der Vineyard Graz.

Viel Freude beim Anhören!

 

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Predigt zum Thema "Wohin geht die Fahrt"
Vineyard Graz, Predigt von Peter Kerschbaumer
032 Peter Kerschbaumer 25.07.2015.mp3
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Das große Ganze

Offenbarung heißt: es wird etwas offenbar, gezeigt, klar. Es wird so hingedeutet, dass man etwas erkennen kann: Das große Ganze. Um die Tiefe der Offenbarung zu erkennen und zu spüren, braucht es das Ganze. Vom 1. Buch Mose weg bis hin zur Offenbarung – zum Ja und Amen - hin. Gottes prophetisches Handeln zieht sich wie ein roter Faden durch die Schrift. Zusage, Erfüllung – dazwischen die Wegstrecke des Glaubens. Und wir befinden uns teilweise auf der Wegstrecke des Glaubens, manches ist erfüllt – manches wird kommen. Und in all dem sind wir als Gemeinde im Leib Christi, als Christen, in der Nachfolge Jesu. Ich möchte uns in die heutige Zeit hineinstellen als Hörer des Wortes, ein wenig nach vorne zu schauen.

Überschrift über die heutige Predigt: Das große Ganze


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Gehalten am 13.06.2015 - Vineyard Graz - Peter Kerschbaumer
Predigt Peter Kerschbaumer Offenbarung 7
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Aufreger

Heute feiert die Christenheit Pfingsten. Gott schenkt seinem geliebten Volk seinen Geist.

Damals wie heute: Christen versammeln sich, beten, loben, danken und erleben, wie Gottes Geist wirkt.

Doch halt: Damals wie heute fragen Menschen: die sind doch voll des süßen Weins! Sie sprechen in anderen Sprachen, predigen außergewöhnlich, tun Zeichen und Wunder: kann das stimmen? Oder spinnen die einfach?

Nein, sie spinnen nicht, sie strecken sich aus nach dem außergewöhnlich Gewöhnlichen, das Gott seiner Kirche schenkt: Leben. Ein Leben in tiefer Fülle, in einer Dimension, die unsere Vorstellungskraft übersteigt, Kraft die dort wirkt, wo menschliche Kraft nicht mehr spürbar ist.

Darum führt uns der Heilige Geist in die Freiheit, wenn er das Sagen hat, er führt heraus aus den menschlichen Beschränkungen und bringt uns in die Gegenwart Gottes, dorthin, wo alles zergeht, was uns an komplizierten Theologien verblendet, an Strukturen hindert zu wachsen, vorbei an Menschen, die nicht bereit sind, sich zu öffnen, um nach vorne zu gehen und mehr von Gott erfahren wollen. Der Heilige Geist klopft genau an die Herzenstür dieser Menschen und spricht sie an, lade sie ein, diesen Weg mitzugehen, in der liebenden Wärme eines Feuers, dass mitten in der Kälte der Welt wärmt.

Gottes Geist ist so ein Geschenk, und ich wünsche mir nichts mehr, als sein Wehen in der Gesellschaft, in der Kirche und dort wo sich Menschen ausstrecken nach dem außergewöhnlich Gewöhnlichen.

Oh komm du Geist der Wahrheit und kehre bei uns ein!



Megaphone

Ich kauf mir gerne das Megaphone, die Zeitschrift der Caritas für bzw. von Obdachlosen.

Letztens vorm Hofer: Ich beobachte den Megaphonverkäufer. Leute gehen vorbei, Leute schauten teilweise weg, Leute schauen ab und zu böse, Leute grüßen freundlich und behalten sich das Geld dennoch. Und andere kaufen eine Zeitschirft.

Ich denk mir, wenn ich mir teilweise sinnlose "Lebensmittel" kaufen kann, die man nicht unbedingt zum "überleben" braucht, kann man den eigenen Reichtum teilen und ab und zu etwas nicht kaufen und dafür umso mehr geben.

Mit meinem spiesigen Englisch und dem wenigen Deutsch des Megaphone - Verkäufer kam ich ins Plaudern. Er erzählte mir, woher er kam, von seiner Familie und was ihm bewegt. Es war interssant zum hören. Da ist ein Mensch, fernab der eigenen Heimat, seiner Familie, verkauft Zeitschriften bzw. wartet welche zu verkaufen. Ich hab mich gefragt: wie würds mir gehen, wenn ich in seiner Lage wäre?

Wenn ich dort stehen würde: Menschen mit Herzen vorbeigehen, der einen ein kälteres, der andere ein wärmeres, und ab und zu ein Mensch ohne Herz? Wir würds mir am Ende des Tages gehen. Nach sovielen Einkaufswagerln die an mir vorbeigeschoben werden. Voll mit Dingen die man sich kauft, egal ob notwendig oder nicht.

Alles in allen: ich würd mich freuen, über ein warmes Wort, ein Stück Heimat in der Fremde, und vorallen vor Achtung und Wahrnehmung gepaart mit einem Stück Wertschätzung.

Also: lasst euch Einladen zur Begegung - lasst euer Herz warm werden.

Ich habs versucht und werde es weiter tun, nicht nur mit Geld, sondern auch mit Gebet. Ich hab für diesen Mann gebetet, und er war berührt. Wie schön, wenn Menschen zueinander finden durch die Kraft des Gebets.

 

Niedrige Gedanken

In den letzten Tagen bin ich doch ein wenig im Land herumgekommen, genauer gesagt in der Steiermark und im Burgenland. In beiden Bundesländern sind Landtagswahlen.

Schaut man sich die vielen Plakate an, fragt man sich, ob Politik noch mehr Inhalte hat als  "Asylchaos stoppen" oder "Wohnungen statt Moschen", um nur zwei wirklich herausragende Slogans (verkürzt) zu zitieren. Mir schauert es über den Rücken, wenn ich daran denke, dass im Mittelmeer Menschen ertrinken, während bei uns die Bierzelte mit laut grölenden Politikern und Fans im Land herumpoltern und ihre Weisheit mit ihrem hoch erhobenen Bier bejubeln.

Haben wir das Not als Land, das im dermaßen großen Überfluss lebt, dass Lebensmittel, die in Wien weggeschmissen werden, z. B. fast Graz ernähren könnten. Haben wir das Recht darauf, anderen, die wahre Not und Verfolgung leiden, den Platz bei uns zu verweigern, wenn in unserem Boot genügend Raum ist und Überfluss herrscht?

Ich verstehe unter respektvollem Umgang mit anderen Menschen, etwas anderes als die Bierzelt-Propheten. Und mir tut es als bewusst Österreich liebender Mensch weh, wenn so abwertend über andere in einer Sprache gesprochen wird, die nicht in Ordnung ist und auch nicht den sogenannten Werten des christlichen Abendlandes (gibt es das überhaupt noch?) entsprechen.

Vorletzten Sonntag war ich in Graz beim Marsch des Lebens, wo schweigend daran gedacht wurde, was an schrecklichen Taten an jüdischen Mitmenschen und Andersdenkenden von einem Horror-Regime angetan wurde. Zeitzeugen haben berichtet, Menschen haben geweint und Buße getan für das, was an Mord, Unrecht und Sünde passiert ist. Es war zutiefst bewegend, wenn man sah, wie sich Menschen versöhnten, Vergebung zugesprochen wurde und wie Tränen getrocknet wurden.

Lernen wir aus der Geschichte oder vergessen wir alles? Ich wünsche mir, dass wir als Christen entsprechend unseren Werten leben, diese vertreten, den Schwachen schützen, egal ob In- oder Ausländer, egal ob Alt oder Jung, ob geboren oder noch nicht geboren, ich wünsche mir klaren Bekennermut dort, wo Unrecht getan wird und Solidarität über Grenzen hinweg.

 

Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?

Jesus ist auferstanden, Jesus lebt, das Grab ist leer, die Christenheit in der Welt feiert. Nach über 2000 Jahren noch immer aktuell!

Doch wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Der Tür unseres Herzens?

Was ist in meinem Herzen, ist es erfüllt mit Hoffnung, Freude, Frieden, Zuversicht, Glaube, Liebe .... oder ist das Herz doch oft leer, zwar leer wie das Grab Jesu - aber nicht erfüllt mit dem Ewigen im Herzen?

Die Engel haben den Stein vor Jesu Grab weggewälzt. Meinen Stein - am Herzen - wälzt Jesus weg. Ein Stein fällt von Herzen, und es fühlt sich ganz und gar gut an. Jesus kommt ins Herz, in mein Grab hinein und füllt das Grab mit seinem Leben aus.

Der Sieg Jesu ist der Sieg des Lebens. Das steinerne menschliche Herz wird zum weichen Herzen, das durchdrungen ist mit seinem Sieg. Herzschlag für Herzschlag.

Ich wünsche euch ein gesegnetes Fest der Auferstehung Jesu, des Sieges Jesu, dem Ja zum Leben - und dem Fest des Herzens: Jesus kommt in die Herzen, in die er eingeladen ist!

Botschafter der Versöhnung

2. Korinther 5.17-20:

"Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

Aber das alles von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.

Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.

So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Laßt euch versöhnen mit Gott!"

Karfreitag: Gottes Einladung für DICH und MICH: Lass dich versöhnen mit Gott!

Jesus und sein Verkehrsmittel - der Esel und DU

Palmsonntag: Jesus reitet auf einem Esel nach Jerusalem. Komisches Verkehrsmittel, dennoch, die Leute jubeln. "Hosianna, gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel", steht in Johannes 12.12

Sie jubeln, doch wissen sie was sie tun? Jesus weiß es jedenfalls sehr genau, was ER tut.

Jesus tut vieles anders: Eine Jungfrau wird schwanger, gar nicht verheiratet - einfach nur verlobt. Der Verlobte, der die Verlobte nicht angerührt hat. Die schwangere Frau am Esel, dann die Geburt im Stall .... der Lebensweg Jesu .... alles mögliche hat er erlebt, als Flüchtling unterwegs, gearbeitet, gepredigt, geheilt, Wunder getan und seine Lebensgeschichte geht auf die scheinbare Spitze zu: auf nach Jerusalem, wo das "Ende" nahe und der Anfang der großen Geschichte mit uns und mit dir weitergeht.

Jesus stellt sich auch in dein Leben, er kommt dorthin, wo wir stehen am Wegrand, an den vielen Kreuzungen, an den Orten, wo wir Fragen stellen und Antworten suchen. Und Jesus ist das Verkehrsmittel hin zum Ziel. Zum Leben und zum ewigen Leben.

Palmsonntag ist die Einladung Gottes, diesen Weg mitzugehen und dabei zu sein. Nicht als Kirchenbeitragszahler sondern als Nachfolger, nicht als Zuschauer sondern als Jünger.

Also, lass dich mitnehmen von Jesus!

Ganz anders und genial

Beobachtet man die große Welt mit ihren "Schönen" und "Mächtigen", merkt man wer das Sagen hat.

Die, die Geld besitzen, die die Netzwerke haben, die die Systeme durchdringen mit allem Möglichen und Unmöglichen. Groß und schön zu sein, wichtig und in der ersten Reihe fußfrei zu sitzen, gesellschaftlichen Statuts zu genießen, im Beruf Anerkennung zu ernten und Karriere um jeden Preis zu machen, ist auch beim sogenannten kleinen Mann nicht anders als beim großen Mann. Wer am lautesten schreit, ist ganz vorne - egal ob der Inhalt gescheit ist oder nicht.

Menschen werden oft belächelt, die andere Wege gehen, die Entscheidungen treffen im Leben, für sich selbst und auch für ihre Familien, um den Fokus wieder auf Wesentliches zu lenken. Das war immer schon so.

Als Gott in die Welt kam - in sein Eigentum - um mehr zu sein als ein Wort, um mehr zu sein als Geschichte, um da zu sein, wo der Brennpunkt ist, mitten im Leben - da drehte sich die Geschichte.

Im Markus - Evangelium 10.45 steht:

Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.

Mir persönlich sticht neben der tiefen Wahrheit der Erlösung eines ins Auge: Dienen.

Gibt's das noch in unserer Ego Gesellschaft? Dort wo Kapital wichtiger ist als der Mensch, der als Human-Ressource bezeichnet wird und einen Human-Ressourcen-Manager braucht? Dort, wo Männer ihr Mannsein verstecken, flüchten und da und dort auch fremd gehen, statt in und mit der eigenen Frau nach Wegen zu suchen, ihre Beziehung und Ehe in würdevollem und bereicherndem Rahmen zu leben?

Dienen: Jesus möchte uns dienen - Dienen, um zu heilen, mitten in der Verletztheit unserer Welt. Uns herauslieben aus der grenzenlosen und globalen Ego-Gesellschaft und hineinlieben ins ganze Menschsein.

Die Einladung für heute: Lass Jesus die Chance, um dir zu dienen.

Gebet:

Jesus,
komm mir nahe,
nahe mitten im Leben,
nahe um mir zu begegnen,
du möchtest dienen, lass es mich verstehen,
erfahren und begreifen.
Überrasche mich mit deiner Liebe.
Amen.

Fundamet

Wo stehst du gerade in deinem Leben? Gestern bekam ich die Nachricht, dass eine Ehefrau und Mutter von zwei Kindern nach langer und schwerer Krankheit verstorben ist.

Wo stehst du im Leben? Auf welchem Boden ist dein Lebenshaus gebaut?


Der Tod begegnet - Leid und Schmerz sind da, mitten aus dem Leben wird eine wunderbare Frau und Mutter gerissen mit einer heimtückischen Krankheit. Erklären kann man das "Warum" nicht. Es bleibt so vieles offenen.

Und doch: diese Frau, die mitten aus ihrem Leben gerissen wurde, hat ein Fundament. Sie glaubte an Jesus, sie liebte Jesus und sie ist jetzt dort, wo ihre Krankheit, ihr Leid und ihre Fragen aus einem ganz anderen Licht gesehen werden. Sie ist dort, wo ihr Herr und Heiland ist. Trennung und Abschied nehmen tut weh und ist schmerzlich, Trauer und Tränen - viele Fragen bleiben für die Hinterbliebenen offen.  Ihr Leben war gebaut auf einem Fundament und dieses Fundament reicht in die Ewigkeit.

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. (Markus 12,10)

Der Stein, der Fels des Lebens ist Jesus Christus. Er, der in die Welt kam um zu begegnen, zu retten, zu befreien, die Augen zu öffnen, ja auch zu heilen - auch wenn nicht jeder Mensch, der darum bittet, geheilt wird - und um die Türe des Himmels zu öffnen: für mich ganz persönlich, schon im Hier und Jetzt und dann: wenn ich dem Tod ins Auge blicke und einer sagt - nämlich der Retter selbst für mich - durch den Mund des Paulus:  

Tod, wo ist dein Sieg? Tod wo ist dein Stachel?  (Römer 15,55)

Und ich antworten darf:

und weiter: Gott sei aber Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! (Römer 15,57)

Der Eckstein, der zum Grund meines Hauses meines Lebens gehört. Der Eckstein, der von den Bauleuten dieser Welt verworfen wurde, weil sie ihn nicht erkennen wollten/konnten. Der Eckstein, der zum Fundament wird. Zum Halt, zum Trost, zum Anker im Sturm. Ja, der auch mein Ort ist, wo ich klagen und weinen darf, wenn ich nicht verstehe, dass eine Mutter und Ehefrau sterben muss wegen einer Krankheit.

Herr Jesus,
du bist mein Eckstein,
du bist meine Hoffnung,
vieles verstehe ich nicht, kann ich nicht fassen.
Und dennoch: Du bist das Leben, über den Tod hinaus.
Bei dir bin ich zu Hause.

Amen!

Versuchung

Das Leben eines Menschen erzählt viele wahre Geschichten. Eposiden des Lebens, der Begegnung, des Fallens, des Aufstehens - es geht um Leben und auch um das Sterben. Alles zusammen macht es unser Leben aus.

Heute begegnete mir der Bibeltext aus Matthäus 4.1-11. Die Versuchung Jesu.

Jesus ist in der Wüste, 40 Tage, um zu fasten und zu beten.

Wer würde heute freiwillig in die Wüste gehen um zu fasten und zu beten?

Jesus wird vom Teufel auf die Probe gestellt, Dinge, Möglichkeiten, scheinbare Chancen werden ihm vor Auge gestellt. Jesus lehnt ab. Nein - er vertraut ganz und gar auf seinen himmlischen Vater. Jesus ist Gott Vater gehorsam und Jesus weiß klar: seinen Auftrag, seine Mission, sein Ziel.

Wie geht es uns - in der Wüste des Lebens - nach einem langen Arbeitstag? Hungig, durstig, vielleicht so durstig, dass man an der Tankstelle ordentlich tankt, aber nicht nur Treibstoff für's Auto, sondern gleich ein paar Doserln Bier? Wie geht's dir, wenn du alleine - mitten in der Nacht vorm PC sitzt und plötzlich Gedanken kommen, man könnte ja Seiten anschauen mit leicht bekleideten Frauen?

Wo findest du Trost und Zuflucht in Zeiten der Wüste? In der Wüste, wo du berufliche Sorgen hast, wo du Abschied nehmen musst von einem lieben Angehörigen, wo du vielleicht Single bist, dich nach Ehe und Familie sehnst und einfach nicht der richtige Partner kommt, wo du dich nach eigenen Kindern sehnst und es stellt sich keine Schwangerschaft ein oder wo deine Kinder mehr als anstregend sind, wo du weißt, dass das Geld bis zum 20. des Monats reicht und dann 10 Tage Überbrückung notwendig sind? Oder vielleicht sind es auch nur die kleinen Dinge des Lebens, die dich in deiner Wüste plagen.

Die Passionszeit will einladen darüber nachzudenken, wo deine Wüsten sind. Einladen zu reflektieren und zu antworten. Resigniere ich oder stehe ich auf? Entscheide ich, den PC in der Nacht abzudrehen, die Dose Bier im Regal der Tankstelle stehen zu lassen ...?

Jesus legt seinen Fokus auf seinen Vater im Himmel und er weiß und bekennt: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht."

Lasse ich es zu, dass Gottes Wort zu mir kommt - mitten hinein in meine Wüste?

Jesus zieht die Schlussfolgerung:

"Du sollst anbeten den HERRN, deinen Gott, und ihm alleine dienen"

Wen beten wir an: den Konsumgott, den Urlaubsgott, den Sexgott, den Kirchengott, oder den lebendigen Gott - den Vater, Sohn und Heiligen Geist?

Passion ist Einladung: Komm auf meine Spur, komm auf meinen Weg! Teile deinen Schmerz mit mir. Ich habe mein Kreuz auch für dich auf mich genommen.

 

Ich warum? Wer anderer? Wieso?!

Großes Hering-Schmaus-Futtern am Programm? Heute am "Aschermittwoch"? Nach den übrigen Faschingstagen geht's gleich mal weiter mit einer Diätkost ;-)

Bei mir nicht. Erstens mag ich diese Kost nicht sonderlich gerne und zweitens ist es ziemlich weit weg vom "Fastenessen".

Die sogenannte Fastenzeit beginnt, ich möchte sie aber als Passionszeit benennen. Warum?

Weil uns diese Zeit - vor Ostern, bzw. hin zu Ostern, an eines erinnern möchte: Jesus Christus geht einen Leidesweg. Meinen Leidensweg. Als Christen erinnern wir uns an das Leiden Jesu. Und als Christen ist uns bewusst: es wäre mein Weg, wenn ... 

Leid, Not und Angst scheinen in der Welt derzeit Hochkonjunktur zu haben. Blickt man gerade auf die 21 Christen, die von Islamisten ermordet worden sind und beim Video dann kann einem schon Angst und Bange werden, wenn man die Botschaft der Täter hört, dass dieses Video und diese Tat den Christen gilt, um nur eines zu nennen was gerade passiert ist.

Leiden und Tod Jesu: Gott wird Mensch im Stall von Betlehem und geht ans Kreuz von Golgatha. Dazwischen liegt Jesu Leben und Wirken.

Die Passionszeit will einladen, zu verzichten, um sich zu konzentrieren. Auf was? Auf die abgrundtiefe Liebe Gottes, die uns begegnet in der Begegnung mit Jesus selbst.

Ich warum? Wer anderer? Wieso?!

Lass dich einladen von Gott, im Verzicht mehr zu erkennen, das eigene Leben im Spiegel zu betrachten, um nicht danach zu fragen "Wer ist der schönste (schlankste, fitteste) im ganzen Land", sondern, sich in den Blick zu nehmen um darin ein geliebtes Kind Gottes zu erblicken und um hinter diesem geliebten Menschen zu sehen: Da ist einer! Wieso? Weil Gott mich liebt!

Passionszeit: Zeit zum Entdecken - der Tiefe, der Höhe, der Breite und Weite: Jesus für mich!


Seife und Glaube

Seife - selbst gemacht von meinen Kinder
Seife - selbst gemacht von meinen Kinder

In der vergangenen Woche habe ich eine schöne wahre Geschichte in meinem Andachtsbuch "Feste Burg Kalender" gelesen.

Dort stand: Ein Seifenfabrikant redetet mit einem Priester: "Der christliche Glaube hat kaum was verändert in 2000 Jahren." Der Priester antwortete: "Schau dir das Kind an, das am Straßenrand sitzt: es ist immer noch schmutzig, obwohl es Seife gibt." Der Dialog ging weiter.

Wie wahr: die Seife gibt es, nutzt man sie, so kann man sich waschen und sauber werden. Genau so ist es mit dem Glauben, der einen Namen hat und Begegnung schenkt: Jesus Christus.

Wagt man Begegnung mit ihm - dem wahren Gott und dem wahren Menschen Jesus, dann wird sich das Leben verändern, der Blickwinkel wird anders werden, mein Dasein auf Erden Sinn bekommen und Frucht bringen, und meine Perspektive wird sich wandeln: vom hier und jetzt, auf hier bin ich und darf gestalten, formen und leben - mit der Perspektive der Ewigkeit im Herzen.

Jesus kommt auf mich zu, die Seife muss ich in die Hand nehmen, um mich zu waschen. Jesus geht den ersten Schritt hin zu mir. Er ist ein Gebet weit entfernt. Und er reinigt, von innen, die Seife tut es nur außen. Er kommt ins Herz!

Für diese Woche: Reiche Jesus die Hand, vertrau ihm, und nimm ihn in dein Leben hinein. Wage es, und du wirst beschenkt werden.

Saat, die gut tut

Heute begegnete mir das Wort aus dem Lukas-Evangelium 8.4-15 - vom Sämann.

Ich selbst bin ja auch Landwirt und meine Frau und ich durften schon vielseitige Erfahrungen sammeln im Bereich von Saat und Ernte. Immer wieder bin ich gedanklich auf das Gleichnis Jesu gestoßen.

Vor Jahren starteten wir den Versuch, Kürbisse für Kürbiskernöl anzupflanzen. Früh morgens ging's auf den Acker, tausende von Bio-Ölkürbis-Samen wurden händisch eingesetzt, jeweils in einer Line. Wir warteten, Wochen vergingen, die Pflanzen gingen nicht auf und in weiterer Folge gab es keine Frucht.

Warum: der nochmals gekommene, für diese Zeit unübliche Frost, Besucher aus dem Wald und Vögel fanden Gefallen am Samen. Keine Ernte, kein Ertrag war möglich. Außer Unkraut.

Das Wort Gottes gleicht einem Samenkorn. Auf welchen Boden fällt es, in welche Erde kommt es? Auf harten Boden, auf Felsen oder unter Dornen?

Ein Christ gleicht einer Pflanze, die starke Wurzeln braucht, um in der Welt zu bestehen, um verankert zu sein im Boden der Ewigkeit. Um Nahrung zu sich zu nehmen, die mehr ist als eine Speise, eine Kost der Liebe, direkt vom lebendigen Wort Jesus Christus.

Ich merke es selbst so sehr, wie wichtig gute Nahrung ist, wie wohl es tut, Gemeinschaft mit Gott zu pflegen, und aus seinem Wort das Lebenswort zu empfangen. Und ich muss mich selbst immer bei der Nase und beim Herzen nehmen: Such Gottes Gegenwart, such in seinem Wort, begegne ihm. Und immer wieder bin ich überrascht und berührt von dieser großartigen Liebe, die als Antwort kommt auf mein Suchen.

Für die kommende Woche wünsch ich euch ein fröhliches Suchen im lebendigen Wort, ein Suchen und ein Finden - eine Begegnung mit Jesus, dem Wort, das Fleisch wurde.

Lukas 8.15:

Dass aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.


Gerechtigkeit?

Was ist Gerechtigkeit? Was ist gerecht? Wer ist gerecht?

Im heutigen Bibeltext in Matthäus 20.1-16 geht es um die Arbeiter im Weinberg. Sie werden eingestellt vom Eigentümer des Weinberges - die einen in der Früh, andere im Laufe des Vormittags und wieder andere noch später. Am Ende des Tages ist die Zahlung des Lohnes fällig. Der Letzte, der eingestellt wurde, bekommt sein Geld ... und so geht der Eigentümer durch die Reihe. Jeder bekommt das Gleiche. Der Letzte, der eigentlich der erste Eingestellte war, bekommt den gleichen Lohn und er schaut scheel (wie es die Übersetzung nach Martin Luther beschreib). Verständlich. Er  hat den ganzen Tag gearbeitet und jetzt bekommt er das Gleiche, was der Letzte bekommen hat. Ungerecht!

Aus der Sicht des Arbeitnehmers total unfair. Aber aus der Sicht des Weinbergbesitzers?

Die Bibel spricht in Bildern, Geschichten und Erzählungen, die uns Gottes große Liebe nahe bringen möchte.

Und genau darum geht in diesem Wort der Bibel: Um Gottes große Liebe. Um seine Wertschätzung, die sich eben nicht in Geld ausdrückt, nicht in Macht oder Status, sondern im Herzen des einzelnen, dem Gott begegnen will. Nahe kommen will.

Der Weinberg ist ein Bild für Gottes Reich, der Weinbergbesitzer ein Bild für Gott selbst, der Menschen aus dem Alltag herausruft und hineinruft in Gottes Reich, um als Geliebte und Gerettete in der Gerechtigkeit Gottes zu dienen. Und die Arbeiter, ja das sind wir - das bin ich, das bist du - als Kind Gottes. Ich glaube zu erahnen, dass Gott unseren Blick auf das lenken will, was am Ende und am Anfang zählt: unser Herz.

Hier stellen sich für mich einige Fragen:

1. Lass ich mich am Marktplatz der Möglichkeiten rufen - rufen vom lebendigen Gott? Gott schenkt uns so viele Chancen, ihm nahezukommen, ihn zu erfahren und ihm zu begegnen. Bin ich bereit für die Begegnung?

2. Wenn ich diesen Ruf angenommen habe, "ja" sage zu Gott und mein Leben ganz Jesus hingebe, bin ich bereit zu dienen und zu glauben, dass ER mich ganz versorgt - ohne zu schauen, ob ich einfacher Christ bin, Pfarrer, Bischof oder Papst?

3. Wie steht's um meine innere Haltung und mein Herz? Und ich denke, das ist eine Grundsatzfrage im Leben eines Christen.

Darum gilt für heute die herzliche Einladung: gehe in die Stille, höre auf Gott und lass dich rufen, dorthin wo deine Berufung ins Leben kommt, und du wirst Erfüllung und Fülle habe.

 

Dimension der Zeit

Ist es auf unserer Welt-Uhr 5 vor 12? Tickt die Uhr auf ihr Ende zu? Der Schlag geht, Schlag für Schlag, Sekunde für Sekunde.

Als diese Woche das österr. Parlament - also unsere gewählten Volksvertreter - mit großer Mehrheit das sog. "Fortpflanzungsmedizin- Gesetze" beschlossen haben. U.a. ermöglicht das Gesetz homosexuellen Menschen künstliche Befruchtung, und eine weitere Tür zur Präimplantationsdiagnostik ist geöffnet.

Ohne großartig auch theologisch darüber zu befinden: Wo bleibt der Wert des Lebens? Diese Frage stellt sich für mich massiv!

Kinderwunsch ist verständlich, doch ist es richtig, Menschen "künstlich" in einer derartigen Form das Leben zu schenken, und falls es doch nicht ins Schema des perfekten Kindes passt, diesem Leben doch wieder das Zeitliche zu geben?

Wie weit geht unsere Egogesellschaft, die alles und um jeden Preis haben will, nach Früchten greift, deren Geschmack und Auswirkung eine Gesellschaft sauer und bitter macht?

Es ist eine Gesellschaft, der auf der einen Seite unbefangenes Kinderlachen abgeht und auf der anderen Seite eine Gesellschaft, die schnelle Befriedigung sucht und sexuelles Handeln und Denken zu einer Religion erheb - ohne Verbindlichkeit, ohne echter und tiefer Liebe, die auch Platz für Nachwuchs im Denken hat, ohne Geborgenheit und Wert und Würde der Identität als Mann und Frau.

Der Mensch ist zum Gott geworden - zum Gott, den keine Wege und Mittel zu unheilig sind, zum Gott, der die Tür zum Absturz öffnet.

Was will eine Gesellschaft ohne Hoffnung solchen Kindern - den geborenen und den ungeborenen, den getöteten im Mutterleib, weil sie "einfach nicht gepasst haben" und doch aus Spaß ernst wurde, und dieser Ernst/diese Ernestine jetzt ein Herz hat, das schlägt (das embryonale Herz entwickelt sich ab der dritten Woche), sagen?

Wo bleibt hier die Zivilcourage? Wo bleibt hier das Aufstehen der Kirche - übrigens danke an die römisch-katholische Kirche für ihr klares Einstehen für Ehe und Familie und gegen diesen gesetzlich beschlossenen Wahn! Traurig bin ich über meine evangelische Kirche, die leider mit dem Zeitgeist schwimmt.

In welcher Dimension der Zeit leben wir? Fünf vor 12? Oder doch im Hier und Jetzt? Ja wir leben im Hier und Jetzt und darum werde ich auch meinen Mund nicht halten und darüber reden, schreiben. Auch dann, wenn es gesellschaftlich gegen den Trend geht.

Ausbruch aus der Einsamkeit

Liest man die Zeitung, schaut man fern oder begegnet man Menschen, ist oft im Untergrund das Thema Einsamkeit präsent. Alte Menschen, die einsam sind, junge Menschen, die sich hinter ihren Smartphones verstecken und auf Facebook sind, und so ihr wahres Gesicht verstecken, wo gesellschaftlich scheinbar  immer mehr die Tendenz hingeht.

Schauplatzwechsel: In einem vor kurzer Zeit stattgefundenen Gespräch sagte mir jemand, dass, wenn man lange Strecken alleine unterwegs ist, z. B. bei einer Wanderung auf einem Pilgerweg, ist es wichtig, dass man Selbstgespräche führt, um quasi nicht durchzudrehen. Auch wenn man alleine zu Hause ist. Ich habe einige Tage darüber nachgedacht und kann dem gegenüber etwas abgewinnen, doch bleibt man auf der anderen Seite nicht dennoch alleine? Ich meine, ich und ich - sind das dann wir?

Als Christ bin ich nicht alleine, als Christ kann ich Gott begegnen. Mit ihm leben, mit ihm sein, er mit mir, wir gemeinsam. Als Christ bin ich unterwegs mit Jesus - mit ihm, der zu mir gesagt hat: Siehe ich bin bei dir ....

Und als Christ habe ich die Chance, auf meiner Beziehung mit Jesus Christus tiefe und erfüllende Gemeinschaft zu erleben. Ich bin nicht alleine, er ist da, ich bin da - wir zusammen!

Also: aus Einsamkeit wird Zweisamkeit - aus dem ich zum du und dann zum wir!

Beziehung mit Jesus ist Ausbruch aus der Einsamkeit - hin zur Liebe des Lebens.

1. Johannes 4.9 + 10:

Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.

Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sünden.

und Vers 16:

Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

 

Erfolgreich sein oder Fruchtbar sein

Der Same ist gelegt
Der Same ist gelegt

Die meisten Menschen möchten erfolgreich sein. Spuren hinterlassen, Dinge tun und haben, die niemand sonst tut oder hat. Einfach mehr Dinge erreichen, die etwas hermachen - oder scheinbar etwas hermachen. Unter Umständen geht das Erfolgreich-sein auf Kosten anderer. Stärke, Macht, Ehre scheinen da zu sein, doch ist wirklich jeder Erfolgreiche erfolgreich?

Fruchtbar sein ist hingegen ein eigentlich schon vergessener Begriff. Wenn ich fruchtbar bin, lege ich einen Samen hinein ins Leben. Ich investiere mich in ein Leben, in eine Sache, die dann wachsen kann, die gedeihen kann. Ich schenke mich in meiner Verletzlichkeit Menschen, um etwas wachsen zu sehen. Fruchtbar sein heißt: etwas zu pflanzen und wachsen zu sehen, von dem man selbst vielleicht gar nichts hat, und sich dennoch und vor allem freut.

Gerade zu Jahresbeginn ist es gut, darüber nachzudenken, was will ich heuer sein? Fruchtbar oder erfolgreich?

Christen sollten fruchtbar leben. Und die Frucht des Christen beschreibt Paulus so gut und klar im Galater Brief 5.22:

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit....

Ein geniales Kontrastprogramm zur Welt und ihrem Erfolgsdenken. Wie schön ist es, Kind Gottes zu sein.

100%: einzig und allein

Was ist das Leben? Ist es die Verbindung zwischen Geboren-werden und Sterben? Oder mehr? Was macht mein Leben aus?

Im 1. Johannes 5.11-13 steht Folgendes:

Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht. Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.

Der Schreiber des 1. Johannesbriefes stellt fest: Das Zeugnis - ja, das ist der Beweis, ja da geht es ums Leben. Ja, da ist mehr, als man sieht aber doch insgeheim hofft.

Wenn es ums Leben geht, sind sich viele Menschen nicht im Klaren, wie es weitergeht. Sie leben ein Leben, das die Geburt mit einem Bindestrich zum Sterbedatum verbindet, um dann ein Monoment mit 2 m² Grundstücksfläche am Friedhof zu errichten. Als Erinnerung, in Stein gemeißelt. Doch wo ist die Perspektive der Ewigkeit?

Gott gibt Zeugnis, er legt den Beweis vor: Jesus ist da, er war nicht "nur" ein Reformer, ein Idealist, ein Weltenverbesserer, ein Gut-Mensch, sondern er war und ist das LEBEN. Und unser Leben, über all unseren Anfang und Beginn hinaus bis zum Ende, ist in ihm.

Über Jesus kann man viel reden, philosophieren, dagegen oder dafür sein, es gibt keinen Weg an ihm vorbei. Er stellt dir und mir die Frage des Lebens!

Und die Frage des Lebens ist nicht die, wie ich mein Dasein verbracht habe und mit welchen Dingen ich mein Leben gefüllt habe - sei es an Beruf, Status, Beziehung, Geschlecht oder sonst was - sondern wer mein Leben gefüllt hat, erfüllt hat - und wer für mich das Leben ist. Und das ist eine reine Beziehungsfrage - zwischen mir und Jesus - zwischen Gott und Mensch.

Ich weiß für mich, ich komm nicht vorbei an Jesus, aber mit ihm ist der Weg frei, der Weg zum Leben, der Weg des Lebens.

Mit ihm zu leben heißt: Ewiges Leben geschenkt bekommen hier und jetzt und darüber hinaus. Mein Leben bekommt damit eine ganz andere Dimension und Ausrichtung, abseits von aller Jenseitsromantik und Vergangenheitsnostalgie - mitten in der Gegenwart bereit für die Zukunft.

100%: einzig und allein: Jesus, der Weg des Lebens, der Weg zum Leben - ER ist das Leben selbst.

100% Leben. 100% Jesus.

Profit Neujahr oder Nehmt einander an

Das neue Jahr 2015 ist gerade ein paar Stunden jung. In der vergangen Nacht wurde viel Geld in die Luft geschossen, dort und da gefeiert. Manche haben sich den Musikantenstadl in Graz gegeben, manche sind vielleicht einsam zuhause gesessen und haben gar die Neujahrsnacht verschlafen.

Wie auch immer: Das Jahr 2015 ist da, ein neues Jahr, ein neues Monat: es wäre gekommen - so oder so.

Doch was wird's bringen, dieses neue Jahr? Gutes, Schlechtes, Hoffnungsvolles? Werden Ziele gesetzt oder lässt man es lieber, denn die Vorsätze sterben spätestens am 2. Jänner?

Die Jahreslosung 2015 lädt uns ein, ein alternatives Programm zu suchen. Dort steht im Römer - Brief 15,7:

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

Den anderen annehmen, oh das ist oft schwer; den anderen so anzunehmen wie er oder sie  ist, und nicht so wie ich es mir vorstelle. Ich will doch nur .... ja aber ....

Und dann zu sehen: Christus hat mich angenommen. Eigenartig, ich will angenommen werden und tu mir schwer andere anzunehmen. Doch was will uns Jesus damit sagen?

Ja, wenn er das tut und mich annimmt, warum sollte ich eigentlich dann den Nächsten nicht annehmen? Es ist eine Einladung Gottes an uns: Probier's, werde Mensch, schau auf Jesus und durch ihn blicke auf deinen Nächsten.

Ich probier's ... ob es mir in meiner menschlichen Schwachheit gelingt? Gott möge mir durch seinen Heiligen Geist dabei helfen.

Wünsch euch allen ein gesegnetes und gnadenreiches Jahr 2015!


PS.: Wer ein gutes und wertvolles Andachtsbuch sucht/braucht:
Feste Burg Andachtsbuch des Freimund Verlages - erhältlich bei Noahs Laden oder im Buchhandel.


Gott wird Mensch

Die Menschwerdung Gottes ist so unbegreiflich. Gott wird Mensch und wohnt mitten unter uns.

Ich bin Vater von vier Kindern, drei von den vier sind zuhause geboren - wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden - jede Geburt war so einmalig, so großartig zu erleben. Ein Mensch wird geboren, ein Kind ist da.

Gefühle und Leidenschaft, Tränen und Freude schießen einem durch den Kopf und ins Herz. Man blickt das Neugeborene an und ist tief berührt. Geboren werden, hinein, in diese Welt.

Gott wird Mensch und wohnt unter uns. Er kommt heim, um uns zu begegnen, er kommt dort hin, wo unser Lebensnerv ist - dort wo er uns als Gegenüber begegnet. Nicht als religiöse Ausrede für ein besseres Leben, sondern um das Leben zu leben, das wir leben, mit aller Last, mit aller Freude, mit Geburtsschmerz, mit Kindheitserlebnissen, mit allem, was das Leben mitbringt, an Schule, Ausbildung, an Eltern, die einen nicht immer verstehen und schließlich an Arbeit und Schweiß.

Gott legt sich ins Zeug, um mir ganz persönlich zu begegnen. Er kommt an, um da zu sein, er ist da, um bei dir und mir zu sein.

Als unsere Kinder geboren wurden, war ganz klar: die brauchen uns als Eltern, neben Wärme und Zuneigung, Liebe und Hingabe auch die Nahrungsquelle Mama. Und natürlich ist es so, dass man ihnen das schenkt und gibt.

Und genauso möchte Jesus unsere Liebe. Er will keine Geschenke: er will unsere Liebe. Voll und ganz. Liebe ist Beziehung, ganz da sein für den anderen, mit allen Begleiterscheinungen und Konsequenzen. Liebe ist aber auch noch mehr als Beziehung. Sie hat Wert und Bestand über alles hinaus, was hier in der Welt ist. Weil Gott liebt, sandte er seinen Sohn in die Welt - aus Liebe - und dieses Baby in der Krippe zu Bethlehem schenkt uns in seinem Herzen die ganze Liebe des ewigen und lebendigen Gottes. Jesus schenkt dir LIEBE.

Weihnachten ist die Einladung Gottes an dich: komm und bete an (rede mit Gott) , komm zu Jesus, der Mensch wird, um dir menschlich zu begegen. Komm, lass dich an der Hand Jesu nehmen und einladen, mit ihm durchs Leben zu gehen.

Denn uns ist ein Kind geborenen, ein Sohn ist uns gegeben,
und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt
Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst;
auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein
Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass
er´s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun
an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.
(Jesaja 9.5-6)

Ich wünsche allen ein wunderbares Christ-Fest!


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4. Advent: Still werden, ankommen...da sein

Gestern war ich in Graz unterwegs und habe stauend sehr viele Busse gesehen, die auf Einkaufsfahrt waren. Großteils aus Slowenien. Daneben habe ich Busse entdeckt, die Gastarbeiter z.B. nach Rumänien bringen - um dort über Weihnachten die Zeit mit ihren Familien zu verbringen. Für mich waren lange Busfahrten, die ich früher öfter erlebt habe, eine Zeit der Stille und des (langsamen) Ankommens. Wie ist es wohl für diese Menschen?

Ich war nicht einkaufen, dafür aber im Gottesdienst meiner Gemeinde. Dort war ich sehr berührt, wie anders es ist, wie gut es tut, einerseits still zu werden vor Gott, anzubeten und dort zu Hause zu sein als Christ, wo Menschen sich auf Christus ausrichten. Einfach angekommen zu sein.

Besonders getroffen hat mich das Lied "Du großer Gott". Es wurde auf Spanisch gesungen, weil wir spanisch sprechende Menschen in der Gemeinde haben. Ein Lied in einer anderen Sprache, und doch verständlich in der Sprache des Herzens. Im Sommer habe ich es auf Frasi (eine persische Sprache) gehört.

Wie schön ist es, in verschiedenen Sprachen Gott zu loben - abseits vom weihnachtlichen Straßentrubel. Wie schön ist es, still zu werden, Luft (des Lebens) zu holen beim lebendigen Gott, der ganz klein wird, um Mensch zu werden.

Wie schön ist es, mit Christen in aller Welt einzustimmen und den dreieinigen Gott anzubeten, im Lobpreis seines Volkes; ihm und einander zu begegnen und am Tisch des Herrn vom Brot des Lebens und vom Kelch des Heils gestärkt zu werden.

Es tut so gut. 

4. Advent:

Was will mir dieser Tag sagen, ich leih mir Worte von Dietrich Bonhoeffer (*) aus - die mir einfach aus dem Herzen sprechen:


Meine Seele ist stille vor Gott.
Still werden heißt wirklich nicht mehr sagen können,
heißt das Gefühl als ob eine fremde,
liebe Hand sich auf unsere Lippen legt
und sie uns bedeutet zu schweigen.

Stille sein heißt
selig sein im Anblick des Ersehnten und Geliebten,
heißt sich ganz hingeben,
heißt kapitulieren vor der Übermacht des anderen, ganz anderen,
heißt einen Augenblick lang gar nicht mehr sich selbst,
sondern nur noch den anderen sehen,

heißt aber auch warten,
nämlich darauf, dass der andere uns etwas zu sagten hat,
 

Ich wünsche den Einkaufslustigen und Getriebenen, den Heimreisenden und Ankommenden, in Nah und Fern, Momente der Stille. Momente des Ankommens vor und in Gott.

Es tut gut, still zu werden, anzukommen, da zu sein und gestärkt zu werden.

 

 (*) Text aus dem Buch "Wunder aller Wunder - Weihnachten mit Dietrich Bonhoeffer" erhältlich im Buchhandel oder bei Noahs Laden


3. Advent: Gefangene oder Freie

Schaut man auf die Straßen und Gassen, die Märkte, Kaufhäuser und die Hetik der Menschen, merkt man, dass Stille weit weg ist und dass es ein Getrieben-sein ist im täglichen Wahnsinn des Konsums.

Es ist schön, jemandem etwas zu schenken, etwas zu geben und zu teilen.

Letztens gehe ich unsere Lebensmittel besorgen und da treffe ich einen Megaphon-Verkäufer. Er lächelt mich an und ich gehe zu ihm. Möchte reden. Er erzählt mir im gebrochenen Deutsch, dass er aus Nigeria kommt. Er ist alleine in Österreich, seine Familie ist dort. Dabei werden seine Augen einerseits leuchtend und anderseits gläsern.

Er steht da und versucht seine Zeitschrift an den Mann/die Frau zu bringen. Ich bleibe etwas stehen und sehe die Blicke mancher Vorbeigehender. Was geht in ihnen nur vor ....

 

Advent heißt Ankunft - doch was kommt an? Konsum, Kitsch und Glanz der Straßen oder ein Kind in Windeln gewickelt in einer Krippe? Unscheinbar und klein, und doch so, dass es die Welt verändert hat. Ja, die Welt rettet.

Ich glaube, dass wir Menschen es bitter nötig haben, befreit zu werden aus unserem Gefängis. Aus dem Gefängnis des Tuns, mitten in allem Trubel der Zeit. Befreit zu werden von einer Hülle, die uns einengt und scheinbar sagt: "es ist gut so", obwohl wir eigentlich darunter leiden. An allem unnötigen Ballast, an allem, was uns hindert, bei uns selbst und dem Nächsten ganz zu sein. Was uns im Menschsein hindert, ganz bei Gott zu sein. Schuld und Sünde versperren uns den Blick auf Gott.

Gott wird Mensch - begegnet uns, und kommt auf uns zu. Genial!

 

Dietrich Bonhoeffer (*) schreibt:

So eine Gefängniszelle ist übrigens
ein guter Vergleich für eine Adventsituation:

man wartet, hofft, tut dies und jenes
- letztens Endes Nebensächliches -,

die Tür ist verschlossen und
kann nur von außen geöffnet werden.


Jesus ist die Tür zum Leben. Öffne ich diese Tür?

 

  (*) Text aus dem Buch "Wunder aller Wunder - Weihnachten mit Dietrich Bonhoeffer" erhältlich im Buchhandel oder bei Noahs Laden

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2. Advent: Warten können

Jetzt, sofort und noch schneller. Ein SMS nicht innerhalb von 10 Sekunden beantwortet, eine Facebook-Nachricht nicht schnell genug geliked. Am gleichen Tag noch nicht zurückgerufen ...
 
Ich glaube, der andere mag mich nicht mehr. Oder bin ich ihm nicht mehr wichtig? Warum braucht er/sie so lange? Kann das nicht schneller gehen? Ich muss alles einteilen, brauche rasch eine Antwort ...

Online was bestellt, die Ware ist morgen noch nicht da. Haut alles nicht mehr hin. Im Auto, an der Ampel, es wird grün man fährt los ... der hintere fuchtelt schon herum. Nicht schnell genug.

Oder in Beziehungen: jemanden schnell kennengelernt, rein ins Bett und .... und dann? Statt zu warten auf den einen, richtigen und Ehepartner fürs Leben!

Wie schnell ist unsere Zeit? Halten wir es aus, auf etwas zu warten? Gibt es die Kultur des Wartens noch?

Ich vermisse diese Kultur des Wartens oft. Dennoch muss ich mich selbst an der Nase nehmen und es auch ganz persönlich praktizieren. Es tut gut, weil es Geschwindigkeit nimmt, Raum zum Denken gibt und dann erst zum Handeln. Weil man langsamer ankommt und nicht schon dort ist, wo man eigentlich erst beim übernächsten Punkt sein sollte.

Advent: Warten können - auf etwas und auf jemanden: Auf Jesus Christus - dem lebendigen Gott, der Mensch wird, um mir als Mensch in aller Bedürftigkeit zu begegnen.

Diedrich Bonhoeffer schreibt (*):

 

Advent feiern heißt warten könnnen; Warten ist eine Kunst, die unsere ungedultige Zeit vergessen hat.

(...) Wer nicht weiß, wie es einem zumute ist,
der bange ringt mit den tiefsten Fragen des Lebens, seines Lebens,
und wartend, sehend anschaut,
bis sich die Wahrheit ihm entschleiert,

der kann sich nichts von der Herrlichkeit des Augenblickes,
in dem die Klarheit aufleuchtet, träumen,

und wer nicht um die Freundschaft,
um die Liebe eines anderen werben will,
wartend seine Seele aufschließt der Seele des anderen,
bis sie kommt, bis sie Einzug hält,

dem bleibt der tiefste Segen seines Lebens
zweier Seelen ineinander für ewig verborgen.


    (*) Text aus dem Buch "Wunder aller Wunder - Weihnachten mit Dietrich Bonhoeffer" erhältlich im Buchhandel oder bei Noahs Laden

1. Advent: Zeit des Suchens

Erster Advent 2014, wieder brennt die Kerze, die erste am Kranz. Und wieder steht die Einladung heuer, den Trubel, den Shoppingwahn und so manchen Punschstand zu vermeiden und Stille einkehren zu lassen. Stille im Herzen zuzulassen und zu warten - um die Kunst zu üben, die in unserer Zeit Mangelware und Erinnerung an vergangene Zeit geworden ist.

Advent heißt: Ankommen, die Seele einen Weg ziehen lassen und ans Ziel kommen.

Dietrich Bonhoeffer(*) schreibt:

Es geht durch unsere Zeit ein Suchen,
ein ängstliches Tasten und Fragen nach göttlichen Dingen.
Über unsere Zeit ist die große Einsamkeit gekommen,
eine Einsamkeit, die es nur dort gibt, wo Gottverlassenheit herrschst.
Mitten in unseren Großstädten ist das größte wildeste Treiben
ungezählter Menschenmassen ist die große Not
der Vereinsamung und der Heimatlosigkeit hereingeborchen.
Aber die Sehnsucht wächst,
dass doch die Zeit wiederkommen möchte,
wo Gott unter den Menschen weilt,
wo Gott sich finden lässt.

Ja, Gott läßt sich finden - mitten in unserer Zeit. Advent schafft Begegnung. Lass dich ein auf diese Begegnung. Denn: Ist da jemand? Ja - da ist jemand!


(*) Text aus dem Buch "Wunder aller Wunder - Weihnachten mit Dietrich Bonhoeffer" erhältlich im Buchhandel oder bei Noahs Laden

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Ewigkeit im Herzen

Wie gehen wir mit dem Tod eines lieben Menschen um? Was ist, wenn mit einem Schlag alles ganz anders ist als es war? 

Fragen, die sich mitten im Leben plötzlich stellen können, dann wenn ein Mensch aus dem Leben gerissen wird durch einen Unfall, durch Krankheit, Alter oder wenn jemand sein Leben auch selbst beendet.

Unser menschliches Verstehen kann das alles nicht fassen, ein geliebter Mensch ist nicht mehr da, er ist weg, kommt auch nicht wieder zurück. Tränen, Schmerz und Leid bleibt. Am Grab stehend begegnen einem offene Fragen, die teils Antwort finden und teils einfach offen bleiben.

Heute ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Die evangelische Christenheit nennt diesen Sonntag im Kirchenjahr: Ewigkeitssonntag.

Es wird der Verstorbenen gedacht, für Menschen in und mit Trauer gebetet. Ein wertvoller Tag.

Gottes Wort in der der Losung für diesen Sonntag lädt uns ein zum Nachdenken: "Lasst eure Lenden umgürtet sein und euer Licht brennen" (Lukas 12,35)

Was sagst uns das? Was fragt uns das?

Der Blick ins Grab zeigt uns einen Spiegel, auch ich werde mit 100% iger Sicherheit irgendwann an dieser Stelle sein, meine Reise in die Ewigkeit antreten und aus dieser Welt gehen. Wie, weiß ich nicht, wann, auch nicht. Aber mir ist bewusst, dass ich hier und jetzt lebe, hier und jetzt bereit sein darf, das Leben zu umarmen, die Meinen zu lieben und der Welt ein Stück Licht zu schenken, das in meinem Herzen brennt. Und ich darf wissen, mein Leben hier ist nur ein Teil des Ganzen, der Schönheit, der Ewigkeit. Ich darf über den Horizont blicken und wissen, das ich geboren bin um zu leben und zu lieben und dass ich geborgen bin für die Ewigkeit.

Ich darf wissen, dass ich nicht alleine bin mit allen offenen und manchmal auch quellenden Fragen des Lebens, weil der Gott des Lebens mich beim Namen ruft, mich kennt und liebt und hier und heute mir die Hand reicht, um schon jetzt Heimat zu finden, den Glanz der Ewigkeit in die vergängliche Gegenwart zu bringen und mit Jesus, der den Tod überwunden hat zu leben.

Als Christ habe ich Schmerz, wenn jemand vorausgeht, aber ich darf auch wissen: er geht dort hin, wo ich hingehen werde, und ich darf dennoch mein Leben hier und jetzt in der Tiefe, Höhe und Breite ausfüllen mit Lachen, Weinen, mit allem, was das Leben ausmacht.

Mein Fixiert-sein auf das Hier und Jetzt darf sich als Christ wandeln im Blick auf das, was uns Gott in seinem Wort zusagt:

Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Offenbarung 1,17-18)

Und:

Denn der Sünde Sold ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das Ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. (Römer 6,23)

Das Leben hat seinen Preis, die Ewigkeit ist ein Geschenk: Komm, lass Jesus diesen Preis zahlen, nimm Jesu Hand. Er ist da!

Mehr ist nicht genug

Vor kurzem war ich bei einem großen Diskounter einkaufen. Unser 83-jähriger Großvater war mit, zuvor war er zu einer Routineuntersuchung beim Facharzt gewesen. Also schon einige Zeit unterwegs.

Beim Diskounter, nach dem Füllen des Einkaufswagens knapp vor der Kasse musste Opa dringend auf's WC. Er fragte die Dame an der Kasse, wo er ein WC finden könnte. Die Kassierin schaute ihn mit großen Augen an und sagte, dass sie keines haben (also für Kunden). Er solle doch auf's Baustellen-WC gehen, das vielleicht noch draußen stehen würde, weil eine Backbox gerade errichtet wurde. Draußen war allerdings kein Baustellen-WC auffindbar.

Ich habe mich geärgert. Und eigentlich hätte ich mein volles Einkaufswagerl stehen lassen  und das Geschäft umgehend verlassen müssen. Im Ärger hab ich nicht daran gedacht.

Was soll das? Millionen werden in solche Diskounter investiert, Backboxen errichtet, um den Leuten noch mehr anzubieten (brauchen wir das alles?) und auch den Bäckereien ihr Geschäft wegzunehmen, bestehende Gebäude werden abgerissen und dann neu aufgebaut (Hallo: das bezahlen alles wir Kunden!!!!) und dann ist es nicht einmal möglich,  alten Menschen - vielleicht auch Kindern oder einfach Menschen, die dringend mal müsssen - ein WC anzubieten.

Sind alte Menschen keine Kunden dieses Geschäftes? Sind sie nicht interessant? Will man nur den jungen und mittleren das Geld aus dem Börserl nehmen?

Wie auch immer ... ärgern hilft nicht, aber wo anders einkaufen kann man ja noch. Wenn "Mehr" nicht genug ist, wenn alles zu wenig ist und man ständig nach mehr Konsumwahn greift, dann darf man sich nicht wundern, dass einem alten Menschen das WC verweigert wird ....

Wir haben entschieden, noch mehr ab Hof, im Bauernladen, regional und dort wo es noch persönlich ist, einzukaufen. Es ist schließlich unser Geld, unsere Verantwortung ... darum: genug ist genug - die Veränderung beginnt bei mir :-)

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Ein neuer Kerschbaumer

Gestern um 9:34 hat Andreas das Licht der Welt erblickt, schon wie Katharina und Johanna auch: zu Hause in der Geborgenheit der eigenen vier Wände.

Als jetzt vierfacher Vater ist es auch dieses mal ein riesiges Wunder, ein Geschenk und ich bin so tief zum Staunen bewegt. Ein Mensch wird geboren, so wunderbar geboren, vorher gelegt in den Körper einer Frau. 9 Monate dort zu Hause, beheimatet und verwurzelt. Immer dabei, und doch ist das Geheimnis noch da: Bub oder Mädchen ... wie schaut das Baby aus ... wie wird die Geburt ... wie wird alles sein?

Viele Fragen sind offen, viele Fragen begleiten uns ein Leben lang. Stehen bleibt das Staunen über's Menschsein, das Geborensein und Geliebtsein und das immer wieder neue Erfahren der Güte Gottes.

Danke an alle für die vielen SMS, Facebook- Nachrichten ... ich werde jetzt zwei Wochen Auszeit vom beruflichen Alltag nehmen und mich ganz meiner Familie widmen, da  sein und staunen, Windeln wechseln, Wäsche waschen, kochen ... und natürlich meine drei Kids begleiten in ihren täglichen Aufgaben. Und ich freu mich bei meiner Frau zu sein, und mit ihr die ersten Lebenstage von Andreas gemeinsam genießen zu können.

 

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Während wir bei Kaffee und Kuchen sitzen

Gemütlich, schön gedeckt, richtig gut. Es schmeckt, es ist lustig. Daneben hört man schöne Musik.

Wir genießen Fairtrade Kaffee, verfeinert mit Biomilch und dazu gibt es köstlichen Kuchen. Richtig fein. Ich mag das einfach!

Und dann denke ich an die Glaubensgeschwister im Irak, in Syrien und vielen weiteren Ländern auf der Welt, die verfolgt werden. Traurig. Ich in meiner Gemütlichkeit, meine Glaubensgeschwister in Verfolgung.

Sie werden verfolgt, weil sie Christen sind, weil sie sich Jesus Christus als den Herrn bekennen und sagen: In ihm (Jesus Christus) ist Heil, und in sonst niemandem!

Sie werden gemordert, geschlachtet und niedergemetzelt. Sie sind Märtyrer der heutigen Zeit. Getötet von Menschen, die vom falschen Propheten und von falschen Propheten verführt werden. Von jenen, die nicht den lebendigen Gott suchen. Und ich spreche hier nicht von Moslems, die aufrichtig auf der Suche nach Gott sind, die einfach auch ein Leben in Frieden und Liebe leben wollen, sondern von jenen, die in Wirklichkeit Gott und ihre Mitmenschen hassen und Liebe verachten, weil sie geblendet sind. 

Und ich trinke gemütlich Kaffee. Man denkt, man hat's ja verdient, dass man sich auch immer wieder mal was gönnt im Alltag. Ja, stimmt auch, aber ...

Wie schaut's bei uns aus im Westen? Ist die Kirche nicht verkommen zum Kaffeeclub, wo ein Fest nach dem anderen organisiert wird, wo das Pfarrfest eine der wichtigsten Einnahmequellen geworden ist zur Finanzierung von vielleicht neuen Liederbüchern, einer gepflasterten Zufahrt zur Garage des Pfarrers oder einer Orgelrenovierung? Wie schaut's aus in den Kreisen, wo vielerorts nur mehr Kaffee geschlürft und Kuchen gefuttert wird und vom Evangelium nicht mehr viel übrig bleibt? Wo kreisen die Kreise?

Wie schaut's aus, wenn bei uns der Pfarrer feststellt, dass in der Kirche nur mehr 10 Leute oder weniger sitzen, die Reisekosten zum Gottesdienst und die Heizkosten durch die Kollekte nicht mehr gedeckt werden und der Pfarrer noch dazu selbst das Geld aus dem Klingelbeutel zählen muss? Und man bemitleidet.

Wie schaut's aus, wenn man manches Pfarrblatt durchblättert und darin liest, was so passiert oder nicht liest, was eben so nicht passiert? Wenn das Hauptpogramm einer Gemeinde im Westen nur mehr Selbsterhaltungszweck ist? Die Friedhofsverwaltung so wichtig ist?

Wie schaut's aus, wenn sich dann doch einzelne Menschen in Amtskirchen aufmachen und ausstrecken nach mehr - nach mehr Lebendigkeit? Wenn Katholiken aus Ehrfurcht vor'm Herrn beim Empfang der Kommunion eventuell sogar knien, oder wenn evangelische Christen begeistert sind vom Evangelium?

Dann kommt die gut bürgerliche, manchmal linke, machmal rechte, vielleicht auch liberale Seite zum Vorschein: bitte nicht auffallen! Und wenn man ehrenamtlicher kirchlicher Mitarbeiter ist: Bitte einfach den Mund halten, brav seine Arbeit verrichtet und das tun, was "notwendig" ist. Und wenn man auf der Gehaltsliste steht: Mitschwimmen, auch Mund halten, und brav aufzeigen bei Abstimmungen über Geschlechtergerechtigkeit.

Als ich vor Jahren in einer Sitzung vorgeschlagen habe, dass wir für Moslems bei uns vor Ort etwas tun sollten, vom Deutschkurs hin zum Glaubenskurs - um sie für Jesus zu gewinnen und somit für den Frieden, wurde das prompt abgelehnt. Warum: wir wollen keine Mission, wir wollen keine Moslems in der Kirche, die wird ja sonst quasi zur Moschee. Traurig.

Ich will Mission, ich will dass Moslems die befreiende Chance haben, zum Glauben an Jesus Christus zu finden, weil er der Friede ist (wie so viele zum christlichen Glauben gefundene Moslems bezeugen - siehe http://www.morethandreams.org/ ). Ich will, dass Kirche nicht zum Kaffeeclub und zur Faschingsgilde verkommt, sondern ein Ort des Lebens ist, wo das Evangelium gepredigt wird und Menschen freigesetzt werden in der Vollmacht Jesu für seine Jünger. Ich will, dass Umkehr und Buße geübt und gepredigt werden, ich will, dass Jesu Liebe groß wird in der Welt!

 

"Asoziale" Familie am Schlossberg in Graz

Eines Tages ging eine Familie - bestehend aus Mutter, Vater und drei Kindern sowie einem Kind im Bauch der Mutter auf den Grazer Schlossberg, um dort Geschichte, Kultur und Landschaft zu erkunden.

Es war ein schöner Tag. Denn die Familie hatte Ferien bzw. Urlaub. Es war ein Ausflug vom Land in die Stadt.

Am Schlossberg, nach einer Weile oben angekommen, packte die Familie ihre Jause aus; die Kinder und Eltern freuten sich, lachten, spielten...

Immer wieder kamen Spaziergeher und Kulturinteressierte vorbei ... und die Familie merkte, dass viele so eigenartig schauten bzw. reagierten - als wären sie unangenehm berührt-, als sie vorbeikamen ... wegen der herumlaufenden Kinder? Wegen der unkonventionellen Jause?

Oder vielleicht, weil es bei uns schon ziemlich ungewöhnlich ist, mehr als ein Kind zu haben?

Ich weiß es nicht ... wie auch immer.

Irgendwie traurig. Jetzt waren ja nicht mal Worte im Spiel ... nur Gesichter ... Blicke ... und dann stell ich mir die Frage: wie geht es einer Ausländerfamilie, bei der die Frau vielleicht noch mit Kopftuch unterwegs ist? Wie geht es Zuwanderer, die aus welchen Umständen auch immer, in ein reiches Land kommen und dann angeglotzt werden von reichen Menschen, die ein ruhiges und bequemes Leben leben und unter Umständen gar nicht wissen, wie sie mit ihrem Reichtum umgehen können?

Wie geht es einer Mutter, die immer wieder böse Blicke ertragen muss, weil sie schwanger ist und bereits das dritte, vierte oder fünfte Kind erwartet?

Das war die eine Seite.

Die andere Seite: Manchmal kamen auch Menschen bei dieser Familie vorbei, die sich sichtlich freuten, die ein Lächeln zeigten und wohlwollend nickten oder ein paar nette Worte an die Kinder richteten. Sie freuten sich, als sie Kinder lachen hörten, freuten sich, dass sie Lebendigkeit spürten. Es ist doch schön, wenn sich etwas tut, wenn schlummernde Menschen munter werden durch unverbrauchte und freundliche Blicke von Kindern.

Schön ist es, wenn sich Menschen freuen über andere, wenn wohltuende Blicke kommen, wenn Ausländer wie Inländer freundlich begrüßt werden. Wenn man miteinander statt gegeneinander unterwegs ist.

Gott sei Dank passiert auch das, und das ist gut.

Ich wünsche mir mehr davon ... es tut gut!

Raab - Kanutouren

Liebe Freunde!

 

Die heurige Saison von „Weites Land Abenteuerclub“ neigt sich dem Ende zu. Der Sommer – wenn auch ein sehr kurzer – klingt aus und der Herbst kommt. Auch schön, jede Jahreszeit hat ihren Reiz.

Die erste Saison mit den Kanus haben Teilnehmende und Mitarbeitende insgesamt als positiv und ansprechend erlebt bzw. beschrieben – wir hatten wunderbare Touren, tolle Menschen sind einander begegnet, es gab immer wieder viel Spaß und auch Spannung durften wir erleben. Impulse für‘s Leben wurden gegeben, wir genossen die Natur und gemeinsame Pausen mit Müsli, pikanter Jause und Kaffee.

Für heuer gibt’s noch zwei Touren:

Tour 1: Samstag, 13.09.2014 (für diese Tour sind nur mehr wenige Plätze frei)

Tour 2: Sonntag, 14.09.2014

Wer möchte mitkommen, einen schönen Tag erleben, im und am Wasser sein, Natur erfahren und neuen oder bereits bekannten Menschen begegnen?

Infos und Anmeldung:

http://www.weitesland.at/weites-land-abenteuerclub/kanutouren-raab/

 Herzliche Grüße!

Peter & Team


Schweden und ich

Mich zieht es seit Jahren in den Norden Richtung Schweden. In ein Land, das mir persönlich sehr gut tut, ein Land, dessen Boden Ruhe und Entspannung ausstrahlt. Ein Land, wo einem Menschen offenherzig begegenen und eine Weite in der Natur vorhanden ist, die mich beeindruckt.

 

Heuer waren insgesamt 13 Teilnehmer miteinander unterwegs. Unterwegs, um gemeinsam am Wasser freie Zeit zu verbingen. Um miteinander sportlich mit dem Kanu unterwegs zu sein, gemeinsam zu kochen und so auch ein Stück des Lebens für eine bestimmte Zeit zu teilen.

 

 

Heraus aus unseren Komfortwohnzonen hinein ins Zelt. Weg vom Alltag des täglichen Geschäfts hinein in die Ruhe eines Landes mit Wasser, Wald, Wiesen, roten Häusern, wenig Autos, netten Menschen ...

 

Ich glaube, es hat allen gut getan, ja auch ein stückweit herausgefordert, über neue Horizonte nachzudenken, sich einladen zu lassen, der Schöpfung und dem Schöpfer zu begegnen.

 

Wie sehr braucht der Mensch Oasen im Alltag, um Luft zu schnappen, um eine andere Perspektive zu erlangen - ja einen Adlerblick von oben - wie sehr tut es gut, mal ganz was anderes zu tun, zu denken und auch anders zu handeln, um dann wieder freudig in den Alltag zurückzukommen.

Zusammengefasst war es schön zu sehen und zu erfahren, wie sich Menschen begegnen in der Gruppe. Wie zusammengeholfen wird, wo einer auch die Last des anderen trägt, wo geteilt wird, wo gelacht wird, wo man Spaß hat und auch in den Andachten und Impulsen auf Gottes lebendiges Wort hört und sich ein Stück weit berühren lässt von dem, was Gott an Gutem tut in dieser Welt und an mir, an jedem ganz persönlich. Das Motto der Woche war "Glaube-Liebe-Hoffnung" - dieser rote Faden zog sich durch die Andachten, die morgens und abends gefeiert wurden, durch.

 

Ja, "Glaube-Liebe-Hoffnung" - das ist nicht nur Urlaubsthema der Menschen, sondern Lebensthema. Und ich hoffe, dass die Teilnehmenden vieles mitnehmen können in ihr Leben.

Nach der Woche am Kanu mit meiner Gruppe von Weites Land besuchte ich mit meiner Tochter Katharina, die mit war, und zwei lieben Freunden, u.a. das Pippi Langstrumpf-Land in Vimmerby - dem Wohnort von Astrid Lindgren. Es war so schön zu sehen, welche Augen die vielen Kinder machten, es war herrlich, zu sehen, wie kinderfreundlich man dort ist ... wunderbar zu erblicken, wie die Herzen der Kinder ergriffen wurden durch die lustigen Geschichten der Astrid Lindgren.

 

Alles zusammen: es war eine bereichernde Zeit und ich weiß, dass es auch dieses mal wieder nicht meine letzte Reise nach Schweden war. Und so Gott will, gibt es 2016 oder 2017 wieder eine Kanutour mit "Weites Land" in Schweden.

 

Nächstes Jahr gibt es keine Tour, da wir im Herbst unser viertes Kind erwarten und nächstes Jahr meine Konzentration auf zu Hause und Tagestouren in Österreich liegt.

Unterwegs am Wasser

In den letzten Wochen war enorm viel los. Im Job einige größere Projekte, Schul-/Kindergartenschluss mit den drei Kindern und jede Menge Termine, Besuche, Veranstaltungen und unsere Landwirtschaft hat auch viel Betreuung gebraucht. Es war einfach sehr dicht.

 

Gestern fand dann die erste Gruppen-Kanutour vom Verein Weites Land Abenteuerclub auf der Raab statt. Es war sehr schön, tolle Leute, super Wetter und eine Ruhe am Wasser, die einfach gut getan hat.

 

Unterwegs sein am Wasser, Alltagsabstand zu haben, Natur bewusst erleben, den wunderbaren und großen Schöpfer in der herrlichen Schöpfung zu entdecken, das holt einen wieder runter und entspannt. 

 

Man kommt zur Ruhe am Wasser und genießt einfach und schlicht das, was im Moment ist, die Libellen, die in der Luft spielen, die Vögel die singen, das Wasser, das rauschst. Herrlich!

 

Ich freue mich schon sehr auf kommenden Samstag und die nächste Kanutour und dann auf Schweden, um gemeinsam unterwegs zu sein mit Menschen, die auch am Wasser unterwegs sein wollen ...

 

Fotos findst du auf http://www.weitesland.at/weites-land-abenteuerclub/fotos

 

Und wenn du auch mal Lust hast mitzukommen .... Infos findest du auf der Homepage von Weites Land

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Die Woche berichtet

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Was wird uns serviert? Morgen ist nicht nur Zahltag!

Viele sind politikverdrossen - ich verstehe es nur zu gut!


Ich freue mich dennoch auf die Wahl und ich habe meine Wahl schon getroffen - mittels Briefwahl.

 

Was war mir wichtig?

 

  1. Die EU ist groß - dennoch liegt mir als Vater das kleinste und im Mutterleib beheimatete Leben am Herzen. Europa muss "lebenswert" sein. Von Ehe (von Mann und Frau!) und Familie rede ich gar nicht, weil es klar ist (siehe Psychologen/Neurologen-Erkenntnisse), dass dieses Lebenskonzept das beste ist und Zukunft hat, egal welches Lied gespielt wird.
  2. Ich bin Christ - christliche Werte und Wurzeln sind wichtig - auch im untergehenden Abendland und Europa hat Verantwortung, Europa hat nicht Schlusslicht (in jeder Hinsicht) zu sein, sondern soziale Wärme und Kompetenz zu zeigen.
  3. Es ist nicht alles schlecht, darum glaube ich, dass es immer wieder etwas Gutes gibt - meine Stimme ist mir wichtig - darum wähle ich die Gruppe, die etwas Würze in die fade Einheitsbuchstabensuppe bringen kann.

Auf - und ins Wahllokal! 

 

1 + 1 + 1 = 3 in EINS

Ich bin immer wieder und jedesmal von neuem begeistert, wenn ich eine Predigt vorbereite, mich in Gottes Wort vertiefe und daraus schöpfe und neues für mich und mein Leben lerne.

 

Ich predige da und dort in Kirchen und Freikirchen, und es bereitet mir riesige Freude. Ich freue mich auf die Begegnung mit Menschen, die Gottes Wort hören wollen, sich stärken lassen für's Leben, und die teilhaben an Christi Leib und Blut im Sakrament des Heiligen Abendmahls. Wie schön, wenn gemeinsam gesungen, gelobt, geklagt, gedankt und gebetet wird!

 

Gottesdienst heißt für mich ganz persönlich: Gott dient mir, ich darf Gott begegenen in der Gemeinschaft seines Leibes, seiner Kirche. Ich begegne meinen Geschwistern im Herrn. Gerufen, aus dem Alltag heraus zu kommen, hinein in den Feiertag und die gestärkt wieder gesendet zu werden, die Frohe Botschaft des Evangeliums in die Welt zu tragen.

 

Ja und dann ist es mir wurscht, ob zwei oder drei Leute im Gottesdienst sind, ob die Kirche voll ist oder nicht:

 

Gott ist da, der dreieine Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Der dreieine eine Gott - der Leben schenkt.

 


Auferstehung - Ja Jesus lebt!

Christen in der ganzen Welt feiern die Auferstehung Jesu! Jesus, der wahre Gott, der Mensch wurde, hineingeboren mitten in die Welt - gewickelt in Windeln im Stall, dort wo es niemand vermutet hat.  Ein Gott, der überrascht. Der Gott, der wahrer Mensch wurde und doch Gott blieb, der lebte, wirkte und tat und noch immer tut, was die Welt braucht: Leben schenken - im Wort, das lebendig wird. Heil geben, nicht nur oberflächlich, sondern tiefgründig. Heilung geben, denen, die verletzt sind, sowohl den scheinbar Gesunden wie den Kranken.

 

Um die Krankheit der Sünde zu überwinden, um dem Tod die Kraft zu nehmen, um den Hass auszutricksen, um das Böse zu überwinden - um den Teufel seinen Ort zu zeigen und keine Chance zu geben, ging er ans Kreuz! Ans Kreuz des Lebens.

 

Er machte sein Kreuz für dich! Er gab seine Stimme ab, er traff seine Wahl! Endgültig und für immer. Jesus, der König - dein König!

 

Und er starb. Die Welt glaubte es - doch dann: das Grab ist leer, er ist weg, nicht mehr da. Der Tod - wo ist er? Die Engel verkündigen es, er lebt - und Jesus selbst:

 

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt! Joh. 11.25

 

Ja und Amen - so ist es! 

 

Zur: Perle der Auferstehung

 

 

 

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Der Todesgestank der Beziehungslosigkeit

Warum musste Jesus sterben? Warum ging Jesus ans Kreuz?

Ist es nicht ungerecht, wenn ein Mensch, der so viel Liebe anderen gab, sterben muss für die Sünden der Welt?

Ist es nicht unfair, wenn nicht der Verbrecher für das bezahlt, was er verbrochen hat? Was hat Jesus verbrochen?

Jesus hat eines gezeigt: dass er LIEBT, liebt bis in den Tod.

Paul Gerhardt, der bekannte Liederdichter und Pfarrer schrieb in seinem Lied "Oh Haupt voll Blut und Wunden" (1656) in der 2. Strophe: Was du, Herr hast erdultet, ist alles meine Last, ich, ich hab es verschuldet, was du getragen hat. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat, gib mir, oh mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad!

 
Der wahre Gott wird Mensch und gibt sich den Menschen ganz hin. Vollkommene Hinwendung zum Menschen, der wahre Gott macht sich klein, verletztlich und zerbrechlich, um Mensch zu sein und um genau das zu fühlen, was der Mensch ist. Ein Sünder, der von Gott geliebt ist. Von einem Gott, der heilig ist, die Sünde hasst, aber den Sünder liebt.

 

Also liegt nicht das Problem bei Jesus und seinem Tod am Kreuz, sondern bei mir und ich muss erkennen, dass ich Sünder bin, dass Gott Sünde hasst, aber mich als Sünder liebt.

 

Kann ich das erkennen, oder bin ich so gut? So selbstgerecht? So selbsterlöst?

 

Paul Gerhardt schreibt weiter:

Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Ängsten kraft deiner Angst und Pein.


Ja, Jesus ist dort wo du bist, da wo du genau stehst, auch dort, wo du glaubst, selbst keine Schuld und Sünde auf dich geladen zu haben. Er ist da, um die Beziehungslosigkeit zu überwinden zum Vater im Himmel. Paul Gerhardt denkt an seinen Tod - er denkt daran - er will dann nicht alleine sein, sondern mit Jesus sein, ganz nahe bei ihm und er bei ihm. Die todbringendste Sünde aller Zeiten ist diese Beziehungslosigkeit zu Jesus Christus. Und das verbindet alle Menschen.

 

Im Johannes - Evangelium steht: Wer mein (Jesu) Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen (Joh. 5.24). Und ein paar Verse weiter steht: Wer glaubt, der hat das ewige Leben (Joh. 6.47).

 

Glaube ist kein Fun-Faktor, keine religiöse Übung und schon gar kein Beruf, den man ausübt, sondern Glaube ist Jesus ganz einzuladen, in das Leben zu kommen, seinen Tod zu ergreifen und selbst in diesen Tod zu gehen, um herauszukommen aus dem Todesgestank der Beziehungslosigkeit.

 

Und dann natürlich nicht stehenzubleiben, sondern durch die Kraft der Auferstehung zu leben - neues Leben geschenkt zu bekommen.

 

Jesus geht in den Tod, um uns das Leben zu schenken.

 

Um mir und dir, der ganzen Welt das Leben zu schenken.

 


Verzichten - auf was?

Wir sind in der Fastenzeit. Schön. Viele Menschen beschäftigen sich mit dem essen, bzw. mit dem Verzichten auf bestimmte Nahrungsmittel, denken scharf darüber nach, auf was sie verzichten wollen ... Fleisch ... Süßes .... gibt es noch etwas anderes, worauf man verzichten könnte?

 

Ich stehe in einer Fleischhauerei, schaue mir die guten Produkte an, es riecht herrlich und ein Wurstsemmerl wär schon was Gutes. Darf man das essen? Oder soll der Fleischhauer in der Fastenzeit weniger Geschäfte machen bzw. so manches Produkt wegwerfen müssen, weil es übrig bleibt? Oder opfere ich mich, und esse nun doch eine Wurstsemmel?

 

Ich gehe vorbei an einem Gasthaus, schau den Aushang an, und sehe: "Fastenzeit - wir kochen ausschließlich vegetarisch, außer am Sonntag" - nein Scherz ... dort steht immer das gleiche: Schnitzel & Co....


Auf was soll man verzichten? Verzichtet der moderne und aufgeklärte Mensch überhaupt auf etwas?

 

Mein Vorschlag wäre:

 

Bevor man über´s Verzichten/Fasten überhaupt nachdenkt und sich fragt, auf was man in dieser Zeit eben verzichtet/oder wie man fastet, würde ich mir die Frage stellen, ob man nicht schon auf jemanden verzichtet hat?

 

Und dieser Jemand ist der Grund dafür, warum eigentlich zu christlich begründeten Fastenzeiten gefastet wird, warum es eine Zeit der Bewusstmachung (= Fastenzeit) gibt, wo man auf Dinge verzichtet, um einen klaren Kopf zu bekommen und das Herz zu reinigen: 

Jesus Christus.

Fastzeit ist die Zeit der Einladung zur Umkehr - zur Änderung der Blickwinkel - zur Neuausrichtung - und zur Hinwendung. Also hat es eigentlich nicht nur mit Verzichten zu tun, sondern vor allem mit Gewinnen.

 


Wie glücklich ist der Mensch

Hufeisen...ein Symbol des Glücks
Hufeisen...ein Symbol des Glücks

Man steht im Supermarkt an der Kasse mit drei Kindern und vor und hinter uns befinden sich Menschen. Scheinbar hat es jeder eilig. Herr Vordermann und die Dame hinter uns werfen jeweils einen Blick in unser Wagerl ... wenn man Sprachblasen sehen könnte, würde man wie folgt lesen: "Was kaufen die alles ein .... drei Kinder, a Wahnsinn, ist das noch normal?" Oder: "Oh Gott, das Wagerl ist aber voll. Wie das wieder lang dauern wird. Wenn die mich vorlassen würden ..." 

 

Wie dem auch sei.

 

Kurz danach: Man bezahlt im Supermarkt, schiebt das Wagerl hinaus zum Auto und packt das Zeug ein. Eingekauft ist schnell, und dann sind viele Sachen dabei, die eigentlich doch Luxus sind. "Aber man gönnt sich ja sonst nichts", erklärt man sich selber.

 

An der Kreuzzung stehend: Während die Ampel auf "Rot" geschalten ist, reicht man einem der auf der Rückbank sitzenden und durstigen Kind die Mineralwasserflasche. Hinter einem fuchtelt einer im Auto herum als wollte er eine Fliege erschlagen ... aber er meint etwas anderes: mein Auto steht bei "Orange" noch immer und fährt erst bei "Grün" los.

 

Komisch ... irgendwie hat doch fast jeder Stress.

 

Es geht einfach alles zu langsam. Doch wofür braucht man mehr Zeit?

 

Um etwa glücklicher zu sein? Um vielleicht einmal mehr zu lachen und fröhlich zu sein? Dafür verwenden Herr und Frau Österreicher jedoch keine Zeit ...

 

Nein: Hat man drei Kinder, wird man schief angeschaut; geht man es beim Autofahren gemütlicher an, herrscht Panik ... und überhaupt: alle haben es eilig.

 

Fazit: Ich habe lieber drei Kinder, die Freude und Lachen schenken, die im kindlichen Glauben vertrauen und mal einfach Kind sein dürfen. Ich gönn mir beim Autofahren mehr Ruhe, anstelle Hektik zu verbreiten und ich verzichte auf Dinge, die ich sowieso nicht brauche. Und dazu ist es doch schön einmal mehr zu wissen:

 

Glück entsteht nicht durch Zeitsparen, Hasten und Eilen, sondern im Genuss der Zeit als Ganzes. Einfach da sein, einfach glücklich sein. Stolz Mama oder Papa sein, freudig ja zum Leben sagen ....

 

 

 

Die Gunst Gottes

Heute habe ich mir perönlich die Frage gestellt, was es für mich heißt, die Gunst Gottes zu erfahren, zu erleben, aus ihr zu schöpfen und durch ihr die Welt zu sehen.

 

Diese Frage ist spannend, denn als Christ, der seit vielen Jahre im Glauben steht, wird vieles zur Selbstverständlichkeit. Gunst - die Zuwendung Gottes wird ja nahezu erwartet.

 

Zum einen: Ja, Gott wendet sich mir zu, Er geht mit mir den Lebensweg, er ist da.

Zum anderen: Antworte ich Gott auf die Frage des Herzens nach Beziehung mit Ihm? Bin ich bereit, mich dort hinzustellen, wo der Strom Seiner Gunst liegt, wo Seine Zuwendung zu spüren ist, die vielleicht gänzlich anders ist als meine persönlichen Wünsche, Vorlieben, Interessen? Ist da die Gunst von Gott doch nicht so gut, nur weil ich es vielleicht anders sehen möchte und habe?

 

Wenn ich mein Leben betrachte und es aus der Adler-Pespektive ansehe, also von oben betrachtet, dann muss ich echt sagen, die Gunst Gottes war mein ständiger Begleiter - oft anders als ich dachte, aber doch immer da.

 

Als Junge - so 1. Klasse Hauptschule - nahm ich meine damals blaue Bibel zur Hand - am Abend - begann darin zu lesen und mir wurde es so warm ums Herz. Ich spürte, Gottes Wort ist mehr als Wort, es ist mehr darin zu lesen als dort steht - und ich spürte, Gott will Beziehung, mit mir. Ich konnte gar nicht loslassen davon, weil es so tiefen Frieden gab.

 

Später mit 14 Jahren wurde die Konfirmation gefeiert. Mein damaliger Gemeindepfarrer Heribert Hribernig fragte uns Konfirmanden im Segnungsgottesdienst, ob wir bereit seien, Jesus ganz nachzufolgen, ob wir bereit seien, unser Leben Ihm zu geben, ganz und gar, ob wir Freundschaft mit Jesus schließen möchten.

 

Ich antwortete mit "Ja". Und dieses Ja zu Gott war die Antwort meines Herzens, um Gott einzuladen, ganz in mein Leben zu kommen.

 

Natürlich waren da noch viele andere kleine und große Ecksteine in meinem Leben, eine betende Religionslehrerin, die ihre Schüler liebte, eine positiv erlebte Gemeinde, die mir schon als Kind Freude schenkte, und Menschen, die mit mir gingen und mich am Weg begleiteten.

 

Schaue ich jetzt auf's Leben, bin ich so glücklich über das, wofür ich mich damals mit 14 entschieden habe. Ein Leben mit Gott zu leben.

 

Natürlich hätte manches anders kommen können, natürlich wäre ich manche Wege anders gegangen, natürlich gab es auch tiefe Tallagen und hohe Berge. Aber eines ist geblieben: Die Gunst Gottes über meinem Leben, die nicht dreh- oder wendbar ist, die da ist, egal ob ich glaube oder nicht glaube, die gibt, ob ich nehme oder nicht. Ja, die Gunst Gottes erweist sich darin, dass mich Gott zuerst geliebt hat, mir Seine Gunst in Seiner Liebe schenkt und durch diese Liebe ein Leben schenkt, dass nicht aus sich selbst sondern aus der Quelle der Ewigkeit schöpft.

 

Dafür bin ich dankbar. Und in meinem Leben möchte ich die Gunst Gottes weitergeben, mit aller Schwachheit, allem Versagen, aber dennoch in Liebe antworten - auf Gottes Gunst.

 

Erst gestern hatte ich dazu ein Schlüsselerlebnis: vor Wochen sagte ich jemandem, dass ich für diese Person seit ca. zwei Jahren regelmäßig bete. Die Kommunikation lief über Facebook, wo man nicht sieht, wie der andere reagiert. Und gestern eben, sagte mir diese Person, dass sie in Tränen ausgebrochen ist, als ich ihr das via Facebook gesagt hatte. Ich war sehr gerührt, weil es das Herz dieser Person getroffen hatte, und Gott mir genau das zum richtigen Zeitpunkt auf's Herz gelegt hatte, zu sagen, ohne selbst zu wissen, was ich damit "anrichte" - im Positiven. Für diese Person bedetuet das sehr viel, aus ganz unterschiedlichen Gründen.

 

Gottes Gunst ist da, weil Er vollkommene Liebe schenkt - in seinem Sohn Jesus Christus.

 

Im 1. Johannes-Brief 4.9-19 steht folgendes:

 

"Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen.Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe bei uns vollkommen, dass wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe. Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt."
 

Lobpreis Gottes

So genial:

 
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Epheser 1.3
 
Ja alles durch, in und mit Jesus! Was kann da noch passieren aus dem Blickfenster der Ewigkeit?

Unter der Eisdecke ist es heiß oder: wo die Liebe Platznehmen kann

Das östliche Österreich ist eingehüllt unter einer schönen Eisdecke, die so richtig glänzt, wenn mal die Sonne darauf scheint. Richtig rutschig ist es, Salz geht massenweise auf die Gassen, dann knistert es und kurz darauf wieder: Eisregen. Ein Kreislauf...

 

Als ich so am Bahnhof meine Arbeit durchführte - Streusalz auftrug und drei in Eis gehüllte Bänke sah, kam es mir so in den Sinn, dass das, was man sieht, eigentlich nur das ist, was oberflächlich ist. Ich sehe drei Bänke, die voll sind mit Schnee, der gefroren ist.

Sind nicht viele Herzen eingefroren? Viele Gesichter tragen einen Ausdruck der Leere in sich. Konsum, Geld, Beruf, Kariere, Essen und Trinken, Party und leichtes Leben. Doch was bleibt da, wenn das Herz friert und kühl ist?

 

Zurück zum Schauplatz: Ich streue Salz am Bahnsteig. Es ist ca. 5:30 Uhr morgens. Ein Taxi fährt vor. Ich wundere mich .. eine Frau steigt aus, Stiefel, ein Tasche mit allerlei Zeugs und Gewand. Darin auch Hygeneartikel und ein Handtuch - soweit ich sehen kann. Ich grüße sie freundlich, sie mich - woher kommt sie wohl, denke ich mir ... sie fährt Richtung Osten. Sie kommt vom nahegelegenen Erotiklaufhaus.


Woher bekommt es Wärme - das Herz? Auf welcher Bank kann die Liebe Platz nehmen, wenn der Platz mit Eis belegt ist?

 

Traurig, wenn ich an diese junge Frau denke.Sie verkauft ihren Körper, zeigt sich Männern, Lustmolchen und Ungustln, die nichts anderes im Hirn haben, als sich was zu holen, was ihnen nicht gehört. Und das Herz wird auf allen Seiten kühl, und irgendwann stirbt es, leer und ausgelaugt. Blind werden sie, hilft dann noch der Blindenstreifen, die Kennzeichnung am Weg? Oder führt Sie in die Irre?

 

Muss das sein? Nein ... das Herz kann Wärme und echte Liebe empfangen und geben - Liebe, die nicht käuflich ist, Liebe, die ein Geschenk ist. Eine Liebe, die nicht immer von Menschen kommt, denn diese enttäuschen, aber von dem einen, der sein Herz gibt, damit unser steinernes Herz zum fleischernen Herz wird.

 

Jesus bricht das Eis der Welt, kommt hinein, um es warm zu machen, die Stube zu bereiten, das Wasser aufzustellen und den Tee zu kochen. Er kommt in dein Herz, wenn du es einen Spalt öffnest und ihn bittest, hineinzukommen. Bittest du ihn?

 

Wärme bekommt das Herz nicht, wenn wir es füttern mit Dingen - die man sich nimmt, ohne sie überhaupt zu besitzen. Wärme kommt nicht aus der Seifenoper vom Fernsehen, und Wärme kommt auch nicht aus einem Ofen, der getrieben wird von Energie, die nicht sauber ist.

 

Wärme kommt aus dem Herzen, ergreift den ganzen Körper: So wie Jesus - von oben bis unten, innen wie außen - und ganz an sein liebendes Herz drücken möchte.

 

Gottes lebendiges Wort sagt in Hesekiel 11,19-20

 

"Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben, damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein."

 

Die Liebe

Grünes Herz
Grünes Herz

Die Liebe

 

Sie ist das Medikament gegen alle Formen
von Krankheit und Leid.

Wer Liebe gibt,
kann auch die Wunden heilen,
die das Leben geschlagen hat.

(Übermittelt von Iris Schwab)

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Überall dabei und doch nicht - warum weniger mehr ist

 

Vor einiger Zeit wurde mir die Frage gestellt, ob wir eh als Familie Schifahren gehen. Ich antwortete: "Nein".
Mein Gegenüber war ganz erstaunt, ja warum nicht, das muss doch sein, und das ist so wichtig. Ich verstehe nicht, warum man Schifahren muss. Ich verlange ja auch von niemandem, dass er Kanu fahren muss, Klettern muss, Golf spielen muss.

 

Ich erwiederte nichts, dachte mir das meine und ging meine Wege. 

 

Das muss sein. Doch was muss wirklich sein? Muss es sein, dass man sich einen Sport gönnt, bei dem man ins nächst gelegene Schigebiet mindestens 1 Stunde bis 1 1/2 Stunden Auto fährt, eine Ausrüstung braucht - wohlgemerkt für fünf Personen - die doch ein bisserl was kostet und dann noch eine Schikarte, Verköstigung und womöglich noch Übernachtungen? Viel Spaß beim monatelangen Sparen darauf, oder veilleicht fährt man auf Pump?

 

Und dann kommt mir die Entrüstung der Tourismuslobby in den Sinn, weil immer weniger Schulen auf Wintersportwoche fahren und die Zahlen rapide zurückgehen. Gut, dann ist es halt so, denk ich mir.

 

Schifahren kann für viele schön sein, ich bin als Kind und Jugendlicher sehr viel gefahren, aber jetzt muss ich es einfach nicht.

Aber warum ist auf diesem Gebiet immer so viel Druck? Es geht wohl um's Geld, das Österreichern aus der Tasche gezogen werden soll und in Schigebiete fließt. Hat auch was Gutes ... die Wirtschaft muss ja leben.

Doch ehrlich gefragt: Muss alles sein, was sein muss? Ist wirklich alles wichtig, was so gefordert und gefördert wird? Sport ist wichtig, doch gibt es so viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Auch günstiger oder gar gratis und viel weniger gefährlich.

Wir als Familie haben uns entschieden, einen für uns guten Weg zu gehen. Einen Weg, der nicht immer übereinstimmt mit dem, was gesellschaftlich erwartet und gefordert ist - das Beispiel mit dem Schifahren ist ja nur ein harmloses Exemplar dessen, was so los ist - wir gehen einen Weg, der für uns klar ist, einen Weg, auf dem wir bewusst Verantwortung übernehmen und wo wir selbst entscheiden, was wir für uns als bereichernd erfahren - somit zu Dingen für uns ja oder nein sagen.

 

Toleranz ist so wichtig. Toleranz gegenüber anderen und deren Ausdruckweisen im Leben. Doch darf Toleranz nicht einseitig zu verstehen sein, sondern sich im Gegenüber genauso abzeichnen.

 

Mir ist es als Vater wichtig, nicht nur Erziehungsberechtiger zu sein, sondern auch Erziehungsverantwortlicher zu sein für meine Kinder. Ihnen Liebe und Werte mitzugeben, um sie zu ermutigen, hoffnungsvolle und starke Kindern zu erziehen und sie zu begleiten, um unserer Gesellschaft wieder mehr Freude zu schenken. Abseits von Intertoleranz, Gleichmacherei und was es sonst noch gibt.

 

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass jeder Mensch Spuren im Leben hinterlässt und einen Weg gehen darf, der gut ist - auch dann, wenn es oft nicht so danach aussieht - wegen gewisser vorgegebener Umstände, weil die Möglichkeiten beschränkt sind, wie auch immer: es ist möglich, egal wo und wie man lebt, Spuren zu hinterlassen. Sich zu entscheiden für ein Leben in Fülle. Auf etwas zu verzichten, um dafür etwas anderes zu gewinnen.

 

Und als Christ weiß ich: Ich brauch nicht alles, was die Welt hergibt; ich brauche im Grunde eines bzw. einen, und das ist Jesus Christus. Voll und ganz. Denn ihn ihm liegt alle Fülle des Lebens - und darüber hinaus. Ich muss nicht überall dabei sein, entscheidend ist für mich: dass Jesus überall dabei ist :-)

 


Adam und Eva lassen grüßen

Bei mancher gesellschaftlicher Entwicklung kommt mir schon in den Sinn, dass Adam und Eva grüßen lassen.

Der Mensch will Gott spielen und vergisst dabei eines: er ist es nicht und wird es nie sein. Mag der Mensch auch noch so aufgeklärt, klug und sonst was sein.

 

In Europa wird über Sterbehilfe viel diskutiert. Auch in Österreich. Was ist das Leben wert, wenn es scheinbar nichts mehr wert ist? Haben alt gewordene Menschen heute noch Sicherheit morgen zu leben? Was ist mit denen, die die Gesetze beschließen, es zum Maß der Rechtssprechung erheben und dann selbst alt sind? Ja dann, mal ab ... ich versteh die Welt nicht, dass gerade jene Parteien, die sich für soziale Gerechtigkeit, für Arbeitnehmer und Umwelt- und Tierschutz einsetzen, auf diesen Todeszug aufgesprungen sind.

 

Das Thema reicht ja nicht, dann kommt noch die künstliche Befruchtung für Paare des gleichen Geschlechtes. Ein Recht auf Befruchtung? Kann das sein? Leben wir in einer Egogesellschaft, in der schnell mal ein Same eingeplfanzt wird, dann schnell das Kind und wenn es geboren wird, dann möglicherweise noch geschlechtsneutral (gendergerecht) aufgezogen, mit einem 3/4 Jahr ab in die Kinderkrippe, danach Ganztagskindergarten mit anschließender Ganztagsschule, um es dann von der Institution aufziehen zu lassen? Weil die Mutter und die Mutter, die dann der Vater ist, oder der Vater, der die Mutter ist - schon verrwirrend - ja schnell mal wieder in den Beruf einsteigen muss/sollte - oder durch die neue "Sklaverei" gezwungen wird.

 

Jeder pocht auf sein Recht. Die Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare. Warum Ehe überhaupt? Man könnte ja gleich eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gründen und dort gemeinsam das Leben definieren. Denn wirkliche Verantwortung - wer will die schon übernehmen? Jeder bringt seinen Anteil ein, und wenn es nicht passt, geht man auseinander, trennt die Gesellschaft ohne Hoffung und man sucht sich einen neuen Lebensabscnhittspartner, egal welchen Geschelchtes?

 

Ist das zukunftsfähig? Ist das für ein Land gut? Wo geht es hin, wenn den Kindern erklärt werden muss, dass sie eingepflanzt wurden, künstlich ins Leben gerufen wurden? Was will man damit gesellschaftlich erreichen?

 

Nebenbei werden schnell mal tausende Kinder abgetrieben in einem Land, das Probleme hat, Pensionen zu finanzieren. Tausenden Menschen wir das Leben genommen im Mutterleib, weil ja die Frau Eigentümerin ihres Bauches ist - ist sie auch Eigentümerin des Babys im Bauch? Baby machen kann jeder, aber die Verantwortung für die Folgen übernehmen ... da plädieren manche schon lieber dafür, dass die Mutter das Baby "wegmacht".

 

Jede Kröte im Tümpel  hat schon mehr Schutzwürdigkeit, als das ungeborene Kind im Mutterleib. Die Politik beschäftigt sich mit so vielen Sinnlosigkeiten, die nicht zukunftsfähig sind und langfristig unsere Gesellschaft in die Irre und in den Abgrund führen.

 

In allem maßt sich der Menschn das an, was ihm nicht zusteht. Die Entscheidung über Leben und Tod. Sich zu erheben über den Schöpfer.

 

Es ist traurig, aber es gibt dennoch Zukunft, weil es noch immer Menschen im Leib Christi gibt, die über den Tellerrand hinaus denken.

 

Und da muss ich als evangelischer Christ ehrlich dankbar sein für Papst - den katholischen Bischof von Rom - Franziskus, der es wagt, ewige Wahrheiten auszusprechen, Dinge klar zu stellen und nicht zur Tagesordnung der politischen Korrektheit überzugehen.

 

Es ist schön, dass es die Initiative "One of Us" gibt, die anderes aufzeigt, als das, was im Europäischen Parlament verabschiedet wird, und es ist gut zu wissen, dass Gott sein Volk und die Welt immer wieder zur Buße und Umkehr ruft und jeder einzelne die Chance hat, diesem Ruf zu folgen.

 

Und Gottes Atem für die Welt ist länger als die Kurzsicht der Poltik von heute - auch wenn sie noch so vernünftig und gut klingt.

 

Nähe zum Glück

Wir schreiben das Jahr 2014! 2013 gehört der Geschichte an. Neues liegt vor uns, Altes hinter uns.

So schnell wie die Zeit vergeht, so alt wie die Suche nach Glück ist, so alt ist die Menschheit. Milliarden von Menschen leben auf dieser Welt, Milliarden von Menschen bewegen ihr Leben. Manche in guten Umständen, manche in Wohlstand und Reichtum, manche mühen sich ab mit vielen Sorgen und Ängsten. Manchen ist alles egal, andere mischen sich überall ein.

 

Eines verbindet alle Menschen: Der Wunsch, die Suche nach Glück. Nach tiefem inneren Glück, der Reiche, wie der Arme sehnt sich danach.

 

Die Jahreslosung 2014 sagt in Psalm 73,28:

 

"Gott nahe zu sein ist mein Glück."

 

Ja, Gott nahe zu sein, ist Glück und mehr noch: Liebe.

 

Weihnachten liegt hinter uns, im Kind in der Krippe wurde Gott Mensch, um der Liebe ein Gesicht zu geben und uns - um dir - ganz persönlich nahe zu sein.

 

Nähe zu Gott bedeutet die Chance, das Lebens zu ergreifen, sich einzulassen auf die Begegnung mit anderen, auf tiefere Dimensionen des Glücks - ja die Liebe, die mehr gibt, als das eigene Leben fassen kann.

 

Nahe zu sein im Leben, das ist Gottes große Sehnsucht - nahe zu sein, durch seinen Sohn Jesus Christus.

 

2014: Gott nahe zu sein, ist mein Glück.

 

Ich wünsche euch, dass ihr Gott nahe seid, nahe in allen Lebenslagen.

 

 

*) Die Jahreslosung ist ein Teil der Losungen der Herrnhuter Brüdergemeinde, die es seit 284 Jahren gibt. Jeden Tag ein Wort der Heiligen Schrift, welches für einen Tag gelost wurde. Es ist ein wertvoller geistlicher Begleiter, der schon vielen Menschen Orientierung gegeben hat. Infos unter www.losungen.de


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Angekommen in der Welt

 

 

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Johannes 1,14

 

 

 

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind ... für mich stellt sich heute die konkrete Frage: Ist Jesus in meinem Herzen angekommen? Ist Er in deinem Herzen angekommen?

 

Wenn Gott Mensch wird, sich aufmacht und in die Welt kommt, dann betrifft mich das ganz persönlich. Abseits vom Schenken und Beschenkt werden zu Weihnachten - das ist schön, aber meist stellt es die Geburt Jesu in den Schatten.

 

Wenn Gott Mensch wird, dann betrifft mich das im Tiefsten meines Lebens. Denn er, der lebendige Gott, sucht Beziehung mit mir und dir, er sucht Begegnung von Herz zu Herz.

 

Daher ist die Geburt Jesu die große Frage des Lebens: Bist du in Beziehung mit dem menschgewordenen Gott, der mir und dir in Jesus Christus nahe kommt?

 

Die Feiertage laden dazu ein, nachzudenken. Nutze diese Zeit, sie ist kostbar.

 

Ich hoffe und bete, dass die Advent-Aktion "Advent 2013 - Einfach da sein"  über meinen Blog in manchen Herzen etwas ausgelöst und den einen oder anderen Impuls gegeben hat. Ich freue mich über Feedback.

 

Ich wünsche euch eine friedvolle und gesegnete Zeit!

 

Euer Peter


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Komm zu Jesus

Komm zu Jesus!
Komm zu seinem Herzen!
Komm zu Jesus!

Er ist geboren - er lebt - er möchte mit dir LEBEN! Möchtest du mit IHM Leben?

 

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er´s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.

 

Jesaja 9.5-6

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Wachsen

Er (Jesus) muss wachsen, ich aber muss abnehmen.

 

Johannes 3.36

 

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Die Welt geliebt

Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

 

Johannes 3.16

 

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Die Türe des Lebens

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit dir.

Offenbarung 3,20

 

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Der Hirte David

Und ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden und soll ihr Hirte sein, und ich der HERR, will ihr Gott sein, aber mein Knecht David soll der Fürst unter ihnen sein; das sage ich, der HERR.

 

Hesekiel 34.23-24

 

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Rettung

Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.

 

Matthäus 1.21

 

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Gott, zu dir rufe ich

In mir ist es finster,
aber bei Dir ist das Licht;
ich bin einsam, aber Du verlässt mich nicht;
ich bin kleinmütig, aber bei Dir ist die Hilfe;
ich bin unruhig, aber bei Dir ist der Friede;
in mir ist Bitterkeit, aber bei Dir ist die Geduld;
ich verstehe Deine Wege nicht, aber
Du weißt den Weg für mich.

 

Dietrich Bonhoeffer, Weihnachten 1943, im KZ

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Heimkehr

Der Herr ist mir erschienen von ferne:

Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.

Jeremia 31.3

 

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Dankbarkeit, die das Leben prägt

 

Dieser Tage griff ich zum Telefon, um meiner ehemaligen Religionslehrerin zum Geburtstag zu gratulieren. Sie freut sich jedes Jahr, wenn ich sie anrufe mit ihrer ganz besonders herzlichen Art. Und ich freue mich ebenso jedes Jahr!

 

Diese wunderbare Religionslehrerin hatte ich neun Jahre in meiner Schulzeit - von ganz klein auf bis zum Eintritt in die Lehre. In vielen Stunden des Religionsunterrichts quillte ihr Herz für Jesus über; in ihrer Freude über den Glauben gab sie vielen Schülern ein gutes Fundament mit in ihr Leben. So auch mir, worüber ich sehr sehr dankbar bin.

 

Sie kümmerte sich um "ihre" Kinder nicht nur im Relgionsunterricht. In Kinderstunden, die in ihrer Wohnung stattfanden, kamen oft 20 bis 30 Kinder, die mit Freude am Werk waren.

 

Was zeichnet diese besondere Frau Gottes so aus:

Sie war ganz da für ihre Schüler. Sie betete für ihre Schüler und gab das Leben in Form des Evangeliums weiter: Jesus Christus.

 

Und heute: sie betet immer noch für ihre Schüler. Sie betet für mich seit gut 30 Jahren - welche Treue im Gebet. Wie schön ist es, zu wissen, da ist jemand, der Gott im Ohr liegt und mich und viele andere Menschen in seine Obhut legt.

 

In allem, was meine Lehrerin lebte, liegt noch ein tiefes Geheimnis: Die Dankbarkeit.

 

Dankbarkeit in allen Lebenslagen. Ob als Lehrerin, oder als pflegende Angehörige - sie pfegte über Jahre ihre Mutter. Sie freut sich über andere Menschen, redet nichts Schlechtes über diese - sondern sie hält's wie Martin Luther sagte: alles zum Besten kehren, Gutes reden...

 

So darf ich auch dankbar sein für diesen Menschen, der mir sehr viel mitgegeben hat im Leben!

 


Der Friedefürst

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finsteren Land, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt. Du du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihren Schultern und den Stecken ihres Teibers zerbrochen wie am Tage Midians.

 

Jesaja 9.1-3

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Jubel

Der Lobgesang des Zacharias

 
Und sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt, weissagte und sprach: Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volkund hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils im Hause seines Dieners David  wie er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten -, dass er uns errettete von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, und Barmherzigkeit erzeigte unsern Vätern und gedächte an seinen heiligen Bundund an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben, dass wir, erlöst aus der Hand unsrer Feinde, ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen.Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitestund Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden,durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe,damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.Und das Kindlein wuchs und wurde stark im Geist. Und er war in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er vor das Volk Israel treten sollte.

 

Lukas 2.67-80

 

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Ich bin bei dir

So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln,ich will sagen zum Norden: Gib her!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde, alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe.
 
Jesaja, 43.5-7
 
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Revolutionäres Adventlied

Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten. Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit. Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate; danach kehrte sie wieder heim.

Lukas 1,46-55

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Advent - Einfach da sein: Kerze an - Computer aus

Kerze an - Computer aus
Kerze an - Computer aus
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Ich werde sein

Gott sprach zu Mose:
Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: >> ich werde sein <<, der hat mich zu euch gesandt.

2. Mose 3.14

 

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Geduldig sein

 

So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen.Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe.
Jakobus 5,7-8
 

Einfach da sein

Advent 2014 - Einfach da sein

Ich möchte gerne eine ganz persönliche Initiative starten, die zumindest bis 25. Dezember laufen soll.

 

Um was geht es? Es geht ganz einfach um dich: um dich als Mensch, mit all deiner Bedürftigkeit nach Liebe,Geborgenheit, Wertschätzung, Anerkennung. Es geht um dich in dieser Adventszeit 2013. Und es geht darum, Jesus zu entdecken (Er ist ja das große "Thema" von Weihnachten): er will einfach DA sein - für dich!

 

Wie im letzten Blog-Artikel genannt, stinkt es vielen Menschen, im System mitzuschwimmen, in der immer kälter werdenden Zeit - innerlich, wie äußerlich.

 

Daher meine Einladung:

 

Starte ab heute Abend ein Versuch, der nur fünf bis zehn Minuten Zeit braucht:

Kerze anzünden. Sich hinsetzen, Stille zulassen und erfahren. Ein Wort der Bibel lesen, darüber nachdenken. Was sagt mir dieses Wort heute, wer spricht zu mir, wie spricht mich das Wort in meiner momentanen Lebenssituation an?

In der Sitlle bleiben, betrachtend innehalten und entdecken, was es heißt, dass Gott ankommt, in einer Welt, in der ich bin. Schließe das Ganze mit einem stillen Gebet (ganz persönliche Worte ... "Gott, ich ...")ab, Gott hört dich.

 

Als kleine Hilfe werde ich jeden Tag einen Vers der Bibel posten, im Blog und auf Facebook.

 

Jeden Morgen: Geh in's Badezimmer - schau dich im Spiegel an, lach dich an und sage dir zu: Guten Morgen Prinzessin, guten Morgen, Prinz! Und danke Gott, dass er in Jesus dich zum Königskind macht, und in dieser königlichen Würde starte in den Tag.

 

Begegne Menschen mit Wertschätzung, Anerekennung und Würde. Stoppe die Inflation der Worte durch Zeichen, Gesten und Handlungen. Tu anderen Gutes und erfahre selbst Gutes.

 

Tagsüber unter der Woche:

Versuche zu verzichten. Verzichten auf Dinge, die du nicht brauchst. Konsum und die vielen materiellen Kleinigkeiten des Lebens, die binden.

 

Am Wochenende:

Gönn dir eine besondere Zeit: Wieder mit Gottes Wort, einer Kerze, Stille und ein Wort des Gebets. Drücke aus, was dich belastet, was dich freut, wo du Sehnsucht hast. Komm zu Jesus. Vermeide Fernsehnprogramme, höre Musik die dir gut tun. Backe selbst Kekse und genieße sie zu Weihnachten - warten lohnt sich - sprich mit Menschen in einer neuen und vielleicht unerkannten Tiefe des Herzens.

 

Advent betrifft dich: Jesus möchte bei dir im Herzen ankommen, die Lebenskälte in Wärme verwandeln und einfach nur LIEBEN. Dich LIEBEN.

 

Nimm, wenn du möchtest, das folgende Gebet als Hilfe:

 

Jesus, nimm weg, was laut ist,
mach mich still.
Jesus, komm Du in die Stille,
begegne mir.
Jesus, Du sollst ankommen,
ich möchte bei Dir ankommen.
Jesus, komm und fülle mich.

Ja fülle mich mit Leben.

Amen!


Wer gerne Feedback geben möchte, Begleitung braucht oder einfach was los werden will, ist herzlich eingeladen, das im Blog oder per Mail an info@peter-kerschbaumer.com zu tun.

 


Wenn es dir am Herzen liegt: Teile diese Aktion - sag's anderen weiter über Facebook etc. - Danke!

 

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Kommt und schaut ... aber wohin ... wenn doch so viele rufen!

Reklame überall wo man hinschaut. Botschaften werden verkündigt, Glanz und Glamour in den Gassen und Straßen. Ein Weihnachtsmarkt jagt den anderen, Weihnachtsfeiern werden "genossen", eine von der Firma, eine vom Verein und vielleicht noch ein paar andere - vor Weihnachten.

 

Endlich hat sie begonnen, die hetkische Zeit - wenn man sich in den Geschäften umgeschaut hat, eigentlich schon ab Ende September. Alle Jahre wieder ... die Schneewette für 24. Dezember und alle Jahre wieder der Stress, denn man doch eigentlich nicht haben will.

 

Advent bedeutet "Ankunft". Aber was soll ankommen bei den Leuten? Die Botschaft des Konsums und der danach leeren Geldtaschen, der ausgelaugten Herzen? Oder ist da jemand, der ankommen möchte? Ankommen in deinem Herzen?

 

Ja, da ist jemand, der ankommen möchte:

Jesus, der in die Welt gekommen ist. Und diese Ankunftszeit, die Vorbereitung auf Weihnachten ist so kostbar. Advent möchte uns einladen, Abstand zu nehmen (Entschuldigung, ich enttäusche die Konsumlobby mit ihrern Verfügungsmodellen) vom Übermaß, um bereit zu sein, das Maß aller Dinge, den menschgewordenen Sohn Gottes im Kind in der Krippe neu oder wieder zu erkennen.

 

Advent möchte uns einladen, Abstand zu nehmen vom digitalen Wahnsinn, und gerade heuer die Botschaft sagen: Geschenke sind gut und schön, aber das eigentliche Geschenk des Lebens bin ich - Jesus! Ich - Jesus - der dein Herz erfüllen möchte mit Frieden. Der dein Leben berreichern will.

 

Willst du das? Oder gönnst du dir heuer auch wieder den "Alle-Jahre-wieder-Advent" und Weihnachtsstress?

 

Ich gönn's mir, zu verzichten ... auf dies und jenes ... und ich freue mich: Jesus kommt an, begnet mir und bewegt mich. Ich freue mich.

 

Gebet:

Jesus komm in mein Leben, komm hinein als das Licht der Welt.

Ich möchte, dass du in meinem Herzen ankommst. Ich möchte Advent erleben - mit dir und ohne den scheinbaren Glanz der Welt - dein Lachen, deine Freude, deine Liebe sollen mich anstecken. Komm, Herr Jesus, komm. Amen!

 


Von Wegen...oder gerade Deswegen!

Immer das gleiche ... von "zündenden Ideen für's Land". Ich habe ein Feuerzeug der ÖVP in der Hand, und dann stehe ich vor einem Fenster der SPÖ Bezirksgeschäftsführung Fürstenfeld wo steht: "SPÖ. Gut so. Weiter so." Ich komme zum Lachen - oder sollte ich weinen? Ich weiß es nicht ...

 

Die beiden verkleinerten Großparteien verhandeln für sich eine mögliche Koalition bzw. Verlängerung des bisherigen Regierungszustandes aus.

 

Sie sitzen am Grünen Tisch (oder hat er eine andere Farbe?) und verhandeln und vergessen, was sie versprochen haben.

Die Ministerin für Finanzen sagt sebenbei lautstark: Wir haben kein Budgetloch ...

 

Naja, denkt sich der Normalverbraucher vielleicht ... es wird schon wieder ...

Zukunftsthemen und Maßnahmen wie u.a. etwa (versprochene) Erhöhrung der Familienbeihilfe werden da ganz schnell mal bei Seite gelegt.

 

So unter dem Motto: "die lassen wir mal schön strudeln ... dann kommen sie auf keine dummen Ideen. Ist ja gut, Mama und Papa sollen möglichst viel zu denken haben, wie sie ihre Familie finanzieren und erhalten, somit viel arbeiten und wenig Zeit für ihre Kinder haben und schon gar nicht auf die Idee kommen, etwas oder jemanden in Frage zu stellen.

 

Die Erziehung machen schon wir, die Regierenden, in den Krippen, Horten und Betreuungsstätten, denn wir schaffen Jobs damit, damit Eltern arbeiten gehen müssen, weil selbst geleistete Erziehungsarbeit keine Arbeit ist (Hallo? Wo sind wir?) ... und dann höre ich gleichzeitig das Klagen der Tourismusindustrie, dass die Zahl der Schulschikurse massiv zurückgehen ... ja warum denn nur?

 

Wiedermal das liebe Geld ... wo könnte man sonst noch sparen? Auf der einen Seite wird bei Familien gespart, und auf der anderen Seite möchte man genau diesen das Geld aus der Tasche ziehen (Schulschikurse, um spätere Kunden für die Piste zu gewinnen usw.).

 

Die Zukunft sparen kann man sich mit solchen Maßnahmen wohl kaum.


Wie auch immer, zuerst hab ich mich ziemlich aufgeregt, dass das Ganze so ist, wie es jetzt scheinbar sein wird, und dann kam es mir:

Okay, hingefallen, abputzen und aufstehen, Krone zurecht rücken und weitergehen: Familien, Männer und Frauen, Eltern. Lassen wir uns nicht entmutigen und rücken wir als Betroffene ein Stück mehr zusammen. Wenn der Staat bzw. die Regierung es nicht schafft, dann muss man Alternativen aufzeigen. Eine außerparlamentarische Opposition der Familien.

 

Wenn der Wind bläst, dann blasen wir zurück:

 

- Familie hat Zukunft

- Familie ist und bleibt das Fundament einer gesunden Gesellschaft

- Familie hat eine Stimme - werfen wir sie nicht nur in die Wahlurne, 

  sondern ergreifen wir sie auch bei der nächsten Wahl und sowieso

   jeden Tag!

 

Und: Innovative Modelle - Alte helfen Jungen, andere geben, was andere brauchen, zusammenrücken, statt Fäuste ballen, weniger ist oft mehr und Solidarität als Zukunftsmodell sollte wieder Norm einer kühler werdenden Gesellschaft sein. Auch abseits von Geld.

 

Wieder mehr bestärkt, in Richtung Zukunft, pro Familie und zum Aufbau der Kinderlobby, ja Leute, es geht weiter ... auch wenn den Damen und Herren am Grünen Tisch nichts besseres einfällt, als Familien zu melken ... wir gehen weiter!

 

Und übrigens: Feuerzeuge sind echt praktisch, ich zünde damit eine Kerze an - danke ÖVP. Und in Richtung SPÖ: Gut so, weiter so ... genau das richtige Motto für starke Familien!

 

Zum Blog-Artikel: Meine Stimme ist mir viel Wert

Zum Blog-Übersicht: ProFamilie

Gelassenheit...Die Welt mit anderen Augen sehen

Gelassenheit - ein Blickpunkt, der Ruhe schenkt
Gelassenheit - ein Blickpunkt, der Ruhe schenkt

"Nimm's gelassen, mach dir nichts draus!" So der Spruch, wenn etwas schief gelaufen ist, oder wenn etwas nicht funktioniert hat.

 

Doch ist das so einfach mit der Gelassenheit?

 

Gelassenheit hat für mich etwas mit Loslassen zu tun. Der moderne Mensch trägt viel an Last, an Verpflichtung, an diesem und jenem mit sich herum - wohlgemerkt abseits von wahren und guten Beziehungen.

 

Und da beginnt für mich der springende Punkt bezüglich Gelassenheit: Loslassen von Dingen, die man ohnedies nicht festhalten kann.

 

Doch wie kann man das schaffen? Es ist ja alles so wichtig, notwendig, dringend, erforderlich und außerdem...


Ich glaub die große Chance liegt darin, die Perspektive zu ändern. Vielleicht mal alles aufschreiben oder aufzeichnen was "so wichtig ist", mal es zu Papier bringen und dann den Standort zu Wechseln. Mit einen anderen Blick darauf Schauen, den Fokus verstellen und sich dann neu ausrichten.

 

Versuch dir die Frage zu stellen: Ist wirklich alles wichtig, was soll ich loslassen?

 

Ein Stück Gelassenheit bringt Friede. Und Friede tut einfach gut!



Ich persönlich würde mit Jesus darüber reden, er ist der, der den Durchblick hat. Und Durchblicker brauch ich im Leben.

 

Linktipp: Perle der Gelassenheit

Bis er umgefallen ist

Aus vielen Menschen wird das Letzte herausgepresst. Die Wirtschaft pulsiert immer schneller, "immer mehr", lautet die Devise.

 

Wohin geht die Fahrt? Wer kommt unter die Räder? In welche Richtung fällt der Baum?

Betrachtet man es, merkt man: immer mehr Menschen werden aggressiv, gesundheitliche Folgen sind präsent, Herz-Kreislauf- Probleme, Blutdruck, Schlafstörungen und und und. Feindbilder werden aufgebaut, um irgendwie den Druck abzulassen, leider aber an der falschen Stelle.

 

Und dann stellt sich die Frage: Muss das alles sein?

 

Gestern bei einem Diskounter in Gleisdorf: Ich gehe dort bewusst hin, mit meiner schmutzigen Baustellen-Arbeitsbekleidung, nass vom Regen. Der Großteil der Leute schaut mich entgeistert an. Der einzige, der freundlich grüßt, ist der afro-amerikanische Megaphon - Verkäufer, der sich freut, mich zu sehen. Ich wechsle immer ein paar Worte mit ihm.

 

Aber was ist mit den anderen? Sie grüßen kaum, machen einen großen Bogen um mich, widmen sich weiter den Dingen, die sie vielleicht kaufen aber nicht unbedingt brauchen und jeder wirkt total gestresst, ansgepannt und überreizt.

 

Zurück zur Frage: Muss das alles sein?

Ich habe die Menschen im Diskunter beobachtet und für mich festgestellt: das muss nicht sein. Es beginnt im Kleinen, im Nicht-alles-haben-müssen, im Loslassen von Dingen, die man nicht halten kann, im bewussten Verzicht und in der Konzentration auf die wirklich wichtigen Punkte im Leben: Gottesbeziehung, Beziehung (Ehe, Kinder), Freundschaft, Natur und Freude an den vielen kleinen Dingen des Lebens.

 

Das alles kostet nichts - bringt jedoch viel: Glück! Und die Erkenntnis: Das Leben ist schön, mit allen seinen Herausforderungen.

 

Ich bin nicht bereit, am eigenen Lebensbaum zu schneiden, um dann irgendwann einen "systembedingten Ausfall" zu erleiden. Meine Jahresringe sind zu kostbar.

 


Kluge Ruhe

Heute morgen ging ich durch den Wald, herbstlich, farbenfroh, still. Der Weg gesäumt mit Blättern. Einfach wohltuend. Gut.

Wie gut tut Ruhe, Stille und ein Stück Einsamkeit.

"Die Stille stellt keine Fragen, aber sie kann uns auf alles eine Antwort geben" schreibt der österr. Schriftsteller Ernst Ferstl.

Wie wahr. Stille braucht der Mensch, um ruhig zu werden und loszukommen von der Hast des Alltags, von der Unruhe des Lebens. Stille, in der man sich selbst und Gott begegnen kann.

Die Perlen der Stille laden dazu ein, zur Ruhe zu kommen, ich habe es für mich heute bewusst ergriffen, entdeckt und im Moment des Lebens genossen.

Wieviel Stille brauche ich, um die Antwort des Lebens zu finden?

Eine gute Frage, die sich jeder beantworten kann, so er will.

Reformation - Mund halten, oder doch protestantisch sein?

Wie die meisten von euch wohl wissen, bin ich evangelisch. Evangelisch bis über die Ohren, und noch dazu lutherisch. Von ganzem Herzen und doch mit einem offenen Blick über die Grenzen der eigenen Konfession hinaus.

 

Heute ist Reformationstag - ein wichtiger Feiertag, aber nicht das Zentrum des Kirchenjahres. Das ist etwas ganz anderes, aber dennoch bewegt mich dieser Tag zum Innehalten und Nachdenken.Und da kommt doch einiges in mir hoch.

 

In den letzten Jahren, ja eigentlich im letzten Jahrzehnt, entwickelte sich so eine leichte bis mittlere Mühe - um es dezent auszudrücken - mit meiner lieben evangelischen Amtskirche. Ja, nicht nur Katholiken haben ihre Amtskirche, sondern auch die Evangelischen, und das sogar ganz ordentlich.

 

Ich durfte in vielem lernen und vor allem in Sitzungen feststellen: Es geht immer wieder um das Gleiche. Um das liebe Geld, um Haushaltsvoranschläge, Kirchenbeitragseintreibung, Verwaltungskram, um Beschlüsse, ob ein Folder in gelb oder rot gedruckt wird, um Wahlen von Amtsträgern, und seit vielen Jahren schon um das Thema Gender Mainstreaming. Ich durfte in verschiedenen Gremien - von der Jugend- bis in die Gemeindevertretung und auch im Presbyterium sitzen. "Dienen", wie man es so fromm auch sagen mag.

 

Schon vor einigen Jahren fing ich an, in meiner Kirche immer mehr zu vermissen, was mir am Herzen lag und noch immer liegt: Nicht die Frage, wie man durch Events mehr Geld für die Kirche lukriert und Menschen für ein Programm begeistert, sei es dies oder jenes,  sondern die Frage, wie man Menschen das Evangelium nahe bringt und die Botschaft Jesu in der Welt verbreitet. Denn Christen sagen ja von Christus, nein Christus sebst sagt es: dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und niemand zum Vater kommt als durch ihn. (das steht in der Bibel .... wer will, kann es auch nachlesen)

 

Na gut ... dann auf, es ruft die Berufung, diese wunderbare Botschaft der Welt weiterzugeben. Oder? Ist es peinlich? Man redet vielerorts von Schöpfungs-Verantwortung, beschäftigt sich mit Randthemen, die wohl auch wichtig sind, aber vorbeigehen am Kern der Sache. Es scheint so als würde man die Selbstaufgabe im Kern der Sache bevorzugen, und Profil dort zeigen, wo es der Einheit unter Christen schadet.

 

Dann durfte ich merken: Solange ich als Mitarbeiter schön meinen Mund halte, brav meine mir anvertrauten Aufgaben verrichte und anderen das Leben somit ein Stück weit erleichtere (weil ich ihnen Arbeit abnehme) bin ich gerne gesehen, ein richtig angenehmer Zeitgenosse. Aber nur solange ich das eben tue, und mich in der Predigt nicht zu weit hinauslehne, sondern als einfacher Mitarbeiter funktioniere. Aber wenn man mal was sagt ... oh ... da brennt gleich der Hut ... oder der Talar.

 

Versicherungsvertreter verkaufen Lebensversicherungen. Was bietet der Glaube und damit eine authenische Kirche an? Religiöse Lebensversicherung so unter dem Motto: Wenn du brav den Kirchenbeitrag zahlst und vielleicht sogar ein bisschen da und dort mithilfst, bekommst du ein schönes Begräbnis. Ist doch schön! Aber was ist mit dem offenbarten Heil in Jesus Christus?

 

Für mich stellt sich die Frage: Sind Pfarrer Kultusdiener einer Religion, oder Hirten und Gesandte, Berufene und Bevollmächtigte? Sind sie einfache Angestellte, die an einer Uni studiert haben, um dann einen "schlecht bezahlten Job" auszuüben, irgendwann resignieren und sich den wohlverdienten Ruhestand herbeisehen? Zurück zur Frage: Bin ich selbst Soldat oder Söldner?

 

Früher verwendete man den Begriff "Mission", um die Tätigkeit zu beschreiben, das Evangelium unerreichten Menschen zu verkünden. Heute entscheiden manche Gremien oder Amtsträger: Mission wollen wir nicht, jeder soll nach seiner Facon selig werden.

 

Gut, ich hab's gehört, aber ich halte mich nicht an diese durch ein Gremium beschlossene Entscheidung. Ich bin und bleibe missionarisch. Wenn Mehrheiten entscheiden ... entscheiden Mehrheiten immer richtig?

 

Sodann, ich schaue gesamtkirchlich (wohlgemerkt eigentlich nur europäisch) auf meine familiäre Situation: ich bin verheiratet und wir sind erst nach der Eheschließung zusammengezogen (damals einem evangelischen Pfarrhaus) bzw. meine Frau ist zu mir gezogen; beide hatten wir keine vorehelichen Beziehungen, ich habe meine drei Kinder in der Ehe gezeugt, sie wurden innerehelich geboren und bin noch immer verheiratet mit derselben Frau und habe noch immer keine außerehelichen Kinder oder sexuelle Neigungen, die abseits meines Weltbildes zur Geltung kommen würden.

 

Ja, dann wird's so richtig altmodisch, wenn ich meine, das wäre doch ganz normal. Werden Reihenfolge und Lebensweise, wie wir sie einhalten und leben noch gefördert, oder gar gewünscht? Ich sage ja, ganz klar!

 

Doch wie schaut's in unserem Umfeld aus? Dort lebt man so, da lebt man vielleicht andersrum, und dort kann es schon mal sein, dass es vielleicht ganz anders ist. Aber, wir sind ja offen - offen evangelisch und das am besten im Pfarrhaus. Egal wie, Segen komm her ...

 

Sicherlich scheitern Menschen in Beziehungen, und die Frage wie man damit umgeht, ist enorm wichtig, doch was tut man dafür, um es erst nicht so weit kommen zu lassen? Wo sind passende Fundamente, wenn nicht dort, wo Jesus hineinstrahlt und einen Nährboden schafft für eine Zukunft?

 

Aber leise Zwischenfrage: Wenn man für alles offen ist, ist man noch ganz dicht?

 

Nein, wir müssen doch mit dem Geist der Zeit gehen, den Puls des Lebens fühlen und das allgemeine Niveau dort hin bringen, ja wohin eigentlich? Wo ist das Ziel?

 

Die klaren Werte der Heiligen Schrift werden ins Museum gestellt. Historisch und kritisch. Poltisch korrekt in einer guten "gerechten" Sprache.

 

Und doch fühlen die Menschen Sehnsucht nach dem Heil und nach Wahrheit. Die Wahrheit lässt sich nicht verbergen, sie macht frei. Gestern, heute und morgen.

 

Viele verurteilen die katholische Kirche mit ihrem Papsttum. Viele schimpfen über Limburg, die Moralvorstellungen und vieles andere.

 

Ich durfte feststellen: in meiner Kirche ist es nicht besser. Wir haben nicht einen Papst. Wir haben millionen Päpste. Jeder hat so seine Privatlehre unter dem Motto: Alles ist möglich, nix ist fix. Die Frage nach Grundsätzen der Reformation wird mal durch die Mehrheitsentscheidung der demokratisch gewählten Synode ergänzt, und jene, die anderer Meinung sind, und diese auch kundtun, werden ganz schnell in ein Eck gestellt, das wir - wären wir katholisch -  als "vorkonziliar" bezeichnen würden. Nebenbei sind viele schon müde geworden, zu kämpfen, wenn sie ständig den "Lohnzettel auf den Tisch geworfen bekommen" haben mit dem nicht ausgesprochenen Satz: Wer zahlt, schafft an!

 

Alles darfst du sein in der Kirche, aber bist du bekenntnis- und bibelorientiert, wird die Luft schon sehr dünn.

 

Nahezu wöchentlich begegnen mir Menschen mit den Worten: "Ich glaub, ich trete bald aus, ich halte das nicht mehr aus, was ist los mit dieser Kirche? Ich möchte Gemeinschaft und Gottes Wort!" Es hat den Schein, als würde man kirchlicherseits lieber nach schönen, verbindenden Worten suchen, nicht anecken bei der großen Masse, den Zeitgeist einfangen und unter das Dach der Kirche bringen und sich freuen, eine so offene Kirche zu sein.

 

Meine Meinung: Das Ganze ist sehr traurig.

 

Aber, wie auch immer: Gott ruft immer Menschen dort und da heraus, es gibt blühende Oase, statt Wüste, es gibt Hoffnung, statt Leere und es gibt eine Zukunft der Kirche Jesu Christi, weil Sein Geist weht, wo er will und Menschen in die Freiheit der Kinder Gottes führt.

 

Zum Schluss: Darf ich das überhaupt sagen, schickt sich das für einen Kirchenbeitragszahler und nochdazu Amtsträger?

 

Ja, denn erst vor kurzem kam mir ein Zitat zu Gehör, welches in einer Kirche bei einer Amtseinführung durch eine Oberkirchenrätin gesagt wurde. Es stammt (ich glaube) von einem Journalisten, der seinem Kind sagte:

 

Bleib protestantisch. Und das nehme ich mir zu Herzen. Ich bleibe im Herzen protetantisch - denn ich bin für etwas, für jemanden und ich stehe hier. Lange habe ich mich zurückgehalten, jetzt ist die Zeit reif, etwas zu sagen.

 

Und vor allem: es ist gut, immer wieder Reformation im eigenen Leben zu haben, Zeichen zu setzen und eine Stimme zu erheben.

 

Die Worte von Ingeborg Bachmann: "Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar" lässt mich besonders am Reformationstag das niederschreiben, was ich denke und sagen möchte.


Kinder lachen - wie hoffnungsvoll!

Danke für die Reaktionen auf meinen letzten Blog-Beitrag  "Kinder stören, wenn sie lachen".

 

Es war sehr freudig zu lesen, was an Rückmeldungen kam. In der ganzen Sache geht es darum, dass Kinder ZUKUNFT sind. Zukunft, die jetzt beginnt, in dem wir Kindern ZUKUNFT schenken. Vor der Geburt schon, im Mutterleib, ja eigentlich schon vor der Empfängnis, im Prozess der Geburt, als Baby, das frisch in die Welt kommt und heranwächst. Im Begleiten, Da-sein, Mitgehen, Fördern und Fordern, in all den kleinen und großen Dingen.

Und es geht darum, Familien und Männern und Frauen, Mut zuzusprechen - sie zu ermutigen, ihren Weg zu gehen.

  

Erziehungsarbeit, Mutter- und Vaterschaft sind so wertvolle Lebensaufgaben, bei welchen man stets Lernender bleibt, immer wieder mit Fragen konfrontiert wird und immer wieder neu entdeckt: die Welt dreht sich weiter, auch dann, wenn mal nichts fruchtet - ein Kinderlachen wieder Hoffnung bringen.

 
Fazit: Ich werde weiter "netzwerken", organisieren und planen, wie es weitergeht - und ich baue auf euch! Macht mit - denn gemeinsam sind wir stark für unsere Kinder, für Männer und Frauen, die sich dem Thema Mutter- und Vaterschaft stellen und für Familien, die stark sein sollen in Zeiten großer Unsicherheit.

 
PS.: Das Bild hat meine ältere Tochter gemalt. Wir wollen Kindern Flügel verleihen, Lachen fördern, Freude schenken - das ist die beste Investition in die Zukunft!

 


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Kinder stören wenn sie lachen

Geh ich mit meinem Hund und den Kindern spazieren, die häufigste Reaktion der Menschen: "Mei, das ist ein lieber Hund. Und so schön ist der!" Die Kinder werden nicht gewürdigt. So ist es uns vor kurzen beispielsweise im Freilichtmuseum Stübing alle 20 Meter passiert.

 

Szenenwechsel. Wir kaufen ein, die drei Kinder sind dabei - wir bewegen unser Einkaufswagerl in einem Diskounter. Der Wagen ist ziemlich voll. Mutter, Vater, drei Kinder und der Urgroßvater wohnen im selbigen Haus. Da geht schon einiges auf. Wir werden angeschaut, als wären wir asozial, weil unser Wagerl so voll ist. Und die Gesichtsausdrücke gleichen der Aussage, wir Eltern seien zu dumm, um zu verhüten, weil ein Kind oder höchstens zwei Kinder ja in der heutigen Zeit leicht genug sind. Aber nicht nur wir werden teilweise böse angeschaut, sondern auch Menschen, die vielleicht ein Kopftuch tragen und vielleicht auch einige Kinder mehr haben als Herr und Frau Österreicher.

 

Ich höre oft in Haushalten: " Die Kinder sind viel Arbeit. Die halten einen ja auf und von der Arbeit ab." Arbeit ist ja seit jeher die wichtigste Religion der Österreicher. Wenn ich das höre, tut mir das Herz weh!

 

Oder noch anders: Eine Mutter hält ein quengelndes Baby auf dem Arm, das um zwei Jahre ältere Geschwisterchen klammert sich an den Knien der Mama fest, Durchschlafen gibt es noch lange nicht (davon zeugen die schwarzen Ringe um die Augen) und der Wäscheberg nimmt unglaubliche Ausmaße an. Die Mutter wird gefragt: "Und? Wann gehst du wieder arbeiten?" Als wenn Mütter (bzw. Väter) nichts zu tun hätten im Bereich der Familie, der Erziehungsarbeit und und und.

 

Wohin geht unsere Gesellschaft? Wohin denken die Leute, gerade auch mittelalte und ältere Leute, die lieber einen Hund sehen, als Kinderlachen hören? Die über Familien schimpfen, die genauso ihre Steuern bezahlen, u.a. auch durch Einkäufe und höheren Konsum an Lebensmitteln? Und wer die zukünftigen Pensionen zahlen wird, davon brauchen wir erst gar nicht zu reden ...

 

Die Wertigkeit in unserer Gesellschaft ist in Schieflage geraten. Und das ist traurig.

 

Bildungsdebatten werden geführt - gerade heute war Erwin Wagenhofer in Ö3 mit seinem neuen Film "Alphabet" in "Frühstück bei mir".

 

Dann führt man wieder Diskussionen über die Einwanderung von Ausländern, nebenbei ertrinken Massen an Menschen im Mittelmeer.

 

Und dann lachen Kinder auf den Gassen und Straßen, und vielerorts ist Herr und Frau Österreicher gestört in seiner Befindlichkeit, weil Kinder laut sind, weil Kinder von der Religionsausübung der Arbeit abhalten und weil Kinder einfach kleine, anstrengende Störenfriede sind, die nicht einfach funktionieren wie Maschinen.

 

Ja, Kinder schauen noch unverbraucht und unvoreingenommen mit großen Augen in die Welt hinein.

 

Wenn Kinderlachen stört, wenn spielende Kinder lästig sind und wenn Kinder nur mehr funktionieren müssen, statt zu leben, dann ist es an der Zeit, gesellschaftlich etwas zu verändern.

 

 

Unseren Teil tragen wir dazu bei, indem wir unseren Kindern Chancen und Möglichkeiten bieten, sich zu entfalten. Gott sei Dank tun das sehr viele Eltern in unserem schönen Land.

 

Und dennoch, Kinder brauchen eine Lobby. Kinderlachen hat Zukunft, schenkt Freude und gibt der Gesellschaft frischen Wind zwischen die verstaubten Gehirnhälften.

 

Ich denke schon lange stark darüber nach, eine Kinderlobby ins Leben zu rufen, die Ehepaare zur Elternschaft ermutigt, sie stärkt und bewegt; und die Gesellschaft dafür sensibilisiert, dass Kinderlachen so enorm wichtig ist und die Herzen des Landes erfreuen kann.

 

Diese Kinderlobby soll über jedem ideologischen Tellerrand stehen, politisch völlig unabhängig und kirchlich natürlich überkonfessionell seien. Es sollen einfach positive Kräfte mobilisiert werden, die die Familien verbinden und für Kinder in unserer Zeit eintreten.

 

Sollten sich Gleichgesinnte finden, dann starten wir ... bist du dabei? Möchtest du mitgestalten und Kindern ein Stück Zukunft schenken?

Dann melde dich....

 

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Auf die Messer fertig los ... die Wurst ... und zündende Ideen für's Land

Jeder will ein Stück von der Wurst
Jeder will ein Stück von der Wurst

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Wundenlecken, Schadenbegränzung und betonen, dass es eh nicht so schlimm ist auf der einen Seite. Auf der anderen Seite feiern. Austauschen, Schuldige suchen, warten, um gefragt zu werden, sich zieren ... kurzum: jeder hält sein Messer bereit, um am Brettl der Macht mitzumischen, egal welche Farbe.

 

Wo man auch immer steht, viele entscheidende Fragen sind zu beantworten. Ich kann sie auch nicht alle beantworten, aber mir zumindest Gedanken machen.

 

Zwei Punkte möchte ich (für mich) herausgreifen, die mir begegnen, wenn ich an die "Schwachen" in unserer Gesellschaft denke, die schon ihren Beitrag geleistet haben oder ihn noch leisten werden bzw. gehindert werden, ihn zu leisten.

 

Es beginnt bei den ganz Kleinen und Schutzbedürftigen in unserer Gesellschaft, den Menschen im Mutterleib. Wie geht man mit Menschen um, die den Mutterleib noch nicht verlassen haben? Am Kleinsten wird man sehen, wie das Maß einer Gesellschaft ist, die dann am Ältesten wiederum zum Ausdruck kommt in der ganzen Frage der Überalterung, der Plfege und Lebengeschichte von Menschen, die ihr Leben lang einen Beitrag fürs "System" geleistet haben. Menschen werden gehindert, ihrer Berufung nachzukommen, sich zu entfalten und einfach zu LEBEN. Tausende Menschen werden im Mutterleib getötet, eine Nation blutet. Und nur wenige bewegt das. Ist das OK?

 

Dann geht es weiter: Freiheit wird in vielen Programmen großg eschrieben, Toleranz wird ausgerufen und gefordert.

 

Wenn sich Familien entscheiden, ihre Kinder selbst in's Leben zu schicken, zu erziehen, zu begleiten und in der eigenen und persönlichen Verantwortung mit der Note zu prägen, die für ein gesundes Wachstum und gesunde Entwicklung steht, dann wird der Riegel des kollektiven Kindergartens, der Krippe, des Hortes und der gemeinsamen programmatischen Erziehung vorgezogen. Werden hier objektiv die Kosten überschlagen? Wird der McJob (Kleinjobs, Geringfügigkeit) der Frau/des Mannes für ein paar Stunden Arbeit im Wirtschaftsleben so bewertert, dass es sich auch lohnt, oder ist es unter'm Strich ein Minusgeschäft für die Geldtasche (denke nur an ein Zweit-Auto etc.) und vor allem für die Qualität an Beziehungen!? Natürlich sind Kindergärten und Krippen wichtige Einrichtungen, um Entlastung für Alleinerziehende und Menschen zu bringen, die das einfach nutzen müssen oder möchten.

 

Wäre es nicht zu denken, für jene, die einen eigenverantworlichen und anderen Weg gehen wollen, entsprechende Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen um dies auch in einer echten Wahlfreiheit zu gewährleisten? Geld wird für Krippen & Co ausgeben, warum nicht für auch dort, wo Kinder in Familien betreut werden, oder besser gesagt ihre Entfaltung finden?

 

Und was noch wirklich schön wäre: Wenn sich Männer und Frauen dafür entscheiden, zu heiraten, den lebenslangen Bund zu schließen, dass dieser Rahmen auch gesellschaftlich geschützt und gefördert wird. Auch dann, wenn sich ein Teil der Partnerschaft dafür entscheidet, zu Hause zu sein, besondere Verantwortung für Kinder und deren Erziehung zu übernehmen.

 

Rein theoretisch könnte ich mich von meiner Frau scheiden lassen, Unterhalt für meine drei Kinder zahlen und meine Frau könnte auf Grund der Pflege des Großvaters und der drei Kinder die Mindestsicherung beantragen. Ich würde formell in's alte Haus ziehen und sie bleibt im neuen Haus. Gleichzeitig könnte ich den Unterhalt steuerlich absetzen und steuerschonend agieren ... Unter'm Strich hätten wir um einige Hundert Euro pro Monat mehr Geld zur Verfügung als jetzt. Viele handhaben das so wie beschrieben bzw. nutzen das Sozialsystem frech aus, in dem sie nicht verheiratet sind und formell nicht im selben Haushalt gemeldet sind. Eigentlich ein Schwachsinn. Und gleichzeitig wird die "Institution Ehe" richtig ungustig gemacht, wo doch die Ehe ein wunderbarer Rahmen ist.

Und zur Draufgabe: Haus- und Erziehungsarbeit ist wertvoll, jedoch gesellschaftich total unterbewertet. Hier ist Wertschätzung gefordert, und nicht dauernd die Frage zu stellen: Und, wann arbeitest du wieder? (Durch derlei Fragen entsteht der Eindruck, dass Mütter und Väter, Hausfrauen und Hausmänner den ganzen Tag nichts tun ... ist hier nicht gesellschaftlich ein falsches Denken am Wirken?)

 

Einfacher könnte es auch gehen ... aber so ist es politisch korrekt
Einfacher könnte es auch gehen ... aber so ist es politisch korrekt

Unsere Gesellschaft braucht wieder ein Maß an Wertschätzung, an Freude an einem guten Lebensgefühl in einem Land, das schön ist und einen Verzicht an Worten, die unnötig sind in einer Zeit der totalen Überreizung. Und es braucht Männer und Frauen in der Politik, Wirtschaft und Kultur, die nicht unter der Gürtelline ihren Horizont haben, sondern visionär, zukunftsorieniert und verantwortlich mit den anvertrauten Aufgaben umgehen. Und bei alldem geht es nicht um komplizierte Wortwahl, Wortklauberei, sondern um Wahrheit in der Einfachheit.

 

 

Aber wie kann das funktionieren?

 

Wiederum in Form einer gesunden Wertschätzung dem anderen gegenüber, einer echten gelebten Toleranz, die es auch verträgt, wenn jemand eine andere und vielleicht nicht dem Mainstream entsprechende politische Meinung hat.

 

Zündende Ideen, die wieder Wärme ins Land bringen, sind wichtig.

Und eine wirklich gelebte Freiheit, die es zulässt, in dem Rahmen zu leben, der die Freiheit des anderen nicht beschränkt oder beeinträchtigt.

 

Und zum Schluss, was für mich als Christ wichtig ist: Egal wie die kommende Regierung aussieht, ich bin bewegt und berufen für die Obrigkeit zu beten, sie zu segen. Auch dann, wenn sie mir persönlich und politisch nicht passt.

 

Also Christen, betet und segnet! Denn es geht um mehr, als um eine gute Brettljause mit zünftiger Musik, um das Volk mit vollem Mund still zu halten. Und dennoch: statt Ja und Amen zu allem zu sagen, lieber ein Amen zum Gebet für unser Land.

 

Meine Stimme ist mir viel wert...

Da ich nich am 29. September nicht zu Hause bin, nutze ich das Bürgerrecht Wahlrecht mittels Wahlkarte bzw. Briefwahl.

 

Ich muss echt sagen, zu Hause wählen hat was für sich. Kein Zeitdruck, keine Wahlkommission, die dir den Stimmzettel in die Hand drückt und vielleicht so im Hintergedanken tippt, was du wohl wählst ...

 

Also sitze ich am Küchentisch, studiere die beigefügten Hefte und Kandidatenlisten der verschiedenen Wahlkreise und der unterschiedlichen Parteien.

 

Keine leichte Wahl für mich - ehrlich gesagt! Ich hab in den letzten Jahren immer gewusst, was ich wähle, mir war es immer wichtig, die Stimme abzugeben und ein Kreuzerl zu machen, aber diesmal ... hey, bin ich demokratieverdrossen oder einfach nur langsam in meiner Entscheidung?

 

Wie auch immer, eines wird mir immer mehr klar: Politik, jetzt egal welches farbliche Spiel sie zulässt, ist von relevanten Inhalten und Themen ziemlich weit weg. Die einen gegeben sich staatstrangend und machen Wahlwerbung mit Vornamen, die anderen versprechen sichere Pensionen (die Partei bezahlt ja die Pension), wieder anderen werben gar mit Nächstenliebe, die ja ganz einfach ist, wie man sieht, wenn der Nachbar mal schnell stirbt vor Einsamkeit. Andere wollen mit schönen Landschaften und netten Gesichtern punkten und sprechen die Zukunft an und dann gibt es die kleinen Randerscheinungen am politischen Horizont, von der Grundsicherungsfraktion hin zur Welt des Internet-Nirvana und als Abschluss eine christliche Partei.

 

Eines ist mir klar: Meine Stimme ist mir wichtig, und ich habe ziemlich lange gebraucht, meine Entscheidung zu treffen - ich habe sie getroffen. Nicht nur am Stimmzettel sondern auch im Leben.

 

Im Leben habe ich mich entschieden, Mann zu sein; ich weiß um meine Identität. Ich habe mich entschieden, Jesus Christus nachzufolgen. Ich setze meine Stimme ein, um das Evangelium zu verkünden, die frohe und freimachende Botschaft des Lebens. Ich habe mich für Familie entschieden, für meine wunderbare Frau, meine Kinder, für meinen Job, für meine Hobbys und für vieles andere.

 

Aber das eine, dass für mich die größte Wahl ist, ist, dass ich gewählt bin: Gottes Stimme gilt mir, Sein Ruf, Sein Wort, Seine Zusage: Es ist vollbracht - Sein Kreuz für mein Kreuz, sein Leben für mein Leben: Jesus hat mich gewählt! Aus Gnade, aus Liebe - von Herzen!

 

Also: wie auch immer, ich weiß, ich habe die Wahl schon jetzt gewonnen, egal wie sie am 29. September ausgeht. Und ich weiß, die Welt dreht sich auch weiter. Wie schön.

 

Also, auf zur Wahl am 29. September. Und denk dran: Jesus hat dich gewählt! Er hat das Leben für dich gewählt! Für dich - ganz persönlich!

 

Du musst sterben, bevor du lebst, damit du lebst, bevor du stirbst


Gestern Abend saßen wir in gemütlicher Runde bei einer schönen Hochzeit von zwei ganz besonderen Menschen. Feierstimmung, Tanz, Freude über Menschen, die den Bund für's Leben geschlossen haben.

 

Aus heiterem Himmel die Nachricht: Hans Peter Royer, verheiratet, drei Kinder, Direktor des Tauernhof Schladming, Prediger und Lehrer, ist bei einem Paragleiterunfall um's Lebens gekommen. Tiefe Betroffenheit mit in der Feierstimmung.

 

Als ich an Hans Peter dachte, kamen mir seine Worte, die er auf der Bibelschule lehrte, als ich dort ein halbes Jahr verbrachte, sein Reden und seine Gedanken stark in den Sinn.

 

Er hat tausende Menschen zu Jesus geführt, er hat tausende Menschen geprägt im deutschsprachigen Raum mit seiner einfachen Art zu predigen und mit seiner doch so klaren christuszentrierten Botschaft. Er hat auch mich geprägt und ich schätze ihn als Menschen, der sich ganz unserem Herrn und Heiland hingegeben hat.

 

Er ist dort hingegangen, wo er zutiefst verwurzelt ist, wo er ganz zu Hause ist, er ist dort, wo auf Erden sein Herz brannte, seine Liebe leuchtete und seine Leidenschaft voll und ganz aufging: er ist bei Jesus Christus. Er ist nun zu Hause.

 

Für seine Frau Hannelore und seine drei Kinder ist das enorm tragisch und schmerzlich. Menschen sind tief betroffen und ergriffen.

 

Niemand kann es verstehen, warum das jetzt passieren musste, warum Hans Peter Royer auf so tragische Art und Weise ums Leben kam, niemand weiß das Warum. Auch warum Gott das zulässt?!

 

Und es ist legitim und gut zu klagen, zu weinen, zu trauern.

 

Der Tod eines Menschen lädt uns ein, an die eigene irdische Begrenzung zu denken, an den eigenen Tod zu denken, und vor allem an das eigene Leben im Hier und Jetzt und im Dann und Dort.

 

Hans Peter Royer zeigte in seinem Leben die großen Taten Gottes, dass Jesus sein Freund, Retter und Heiland ist und dass er sich nichts mehr wünschte als dass Menschen eine Liebesbeziehung mit dem lebendigen Gott eingehen. Lebendige Beziehung zu Jesus Christus.

 

Du musst sterben, bevor du lebst, damit du lebst, bevor du stirbst.

 

Das ist der Titel eines Buches von Hans Peter Royer, wie treffend und gut, wie klar und eindeutig:

 

Im Leben geht es schlichtweg darum, selbst zu sterben, damit Jesus in uns leben kann, es geht schlichtweg um das Leben Jesu in mir, um die Herrlichkeit Gottes, die offenbart ist in seinem Sohn Jesus Christus, um durch sein Sterben zum Leben hindurchzudringen. Und ganz eins zu sein mit Jesus.

 

Der Heimgang von Hans Peter Royer, der so rasch abschied aus dieser Welt, mag uns einladen nachzudenken, das Leben klar auf Jesus auszurichten und nicht auf eine Welt mit ihrern Eitelkeiten, mit ihrem Glanz und Glamour, die nur von kurzer Dauer ist.

 

Unser Leben auszurichten auf unser Ziel, auf Jesus alleine. Der Tod erinnert uns daran, dass unser Leben nicht in unserer Hand liegt, sondern in Gottes Hand, auch dann, wenn der Tod scheinbar einen Strich durch die Rechnung unseres Lebens macht.

 

Jesus hat gesiegt, Er hat das letzte Wort, Er ist das A und das O.

 

Jesus,

Hans Peter ist zu dir gegangen und er war mit dir unterwegs im Leben wie im Sterben.

So rasch, so plötzlich, so mitten im Leben.

Kaum zu fassen, zu verstehen, eigentlich kann man nur schreien: Warum!?

Ich bitte dich, tröste seine Familie und all die vielen Menschen, die jetzt um ihn trauern.

Er ist am Ziel, er ist bei dir. Wir sind in der Welt, gib uns Kraft zum Leben aus deiner Kraft.

In deinem Namen ist Frieden, Mut und Hoffnung.

In deinem Namen ist der Weg gegangen, die Wahrheit gesagt und das Leben erfüllt.

Amen!

 

 

 

 


Sonntag - Tag der Stille, Zeit der Ruhe und Erholung

 

Heute ist Sonntag. Ich sitze und frühstücke, genieße meinen Kaffee, das Wetter ist herrlich und meine drei Kinder sind quietschlebendig.

  

Sonntag ist für mich wie ein Fenster des Himmels, er öffnet sich und schenkt mir ein Stück weit Pause vom Alltag, Auszeit von der Hektik und Ruhe im Sturm der Zeit. Sonntags versuche ich alles zu "lassen" was wirklich nicht wichtig ist, Sonntags versuche ich das zu tun, was sonst nicht oder schwer möglich ist.

Und den Sonntag nutze ich bewusst, um Begegnung mit dem auferstandenen Christus zu haben. Ich treffe mich mit meinem König, mit dem Gesalbten des lebendigen Gottes, der mich zum gesalbten Kind Gottes macht.

 

Für heute wünsch ich dir ein schönes Fenster des Himmels, ein Platzerl, wo do Gott begegnen kannst, wo du in Begegnung mit der Ruhe trittst.

 

Für heute wünsch ich dir, aus der Oberflächlichkeit des Lebens in die Tiefe und Höhe der Begegnung mit dem auferstandenen Herrn Jesus zu kommen. Lass dich vom gesalbten König zum gesalbten Kind Gottes krönen. Heute ist der richtige Tag dazu.


 

Komm Jesus, komm in mein Leben.
Begegne mir und öffne die Fenster der Begegnung.
Du bist die Türe zum Leben, du bist das Leben.

Ich komm mit all meinen Sorgen, meinem Versagen, meinen Sünden zu dir.
Ich begegne dir in deinem Kreuz und lege alles ab.

 

(mach hier eine Pause und denk nach, was du ablegen willst, was dich beschwert, belastet, drückt, wo du gesündig hast)

 

Danke Jesus, dass du vergibst.

Ich strecke mich aus nach dir und somit dir entgegen.

Danke, dass du mich nimmst, mir vergibst und mir begegnest.

Danke, dass der Himmel offen ist!


Eines bitte dich: Lass den Sonntag in den Alltag, und geh du mit, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute des Leben mit Hilfe des Heiligen Geistes.


Amen!

 

 


Was Neues - oder doch was Altes

Am "religiösen" Markt scheint es immer etwas neues zu geben. Als ich vor einigen Jahren die "Perlen des Glaubens" entdeckt habe, ganz zufällig, stand ich als alter Schweden-Fan diesem Armband und der Idee dahinter eher kritisch gegenüber.

 

Braucht ein Christ so was zum beten, zum Nachdenken, zum Reflektieren, zum Still-werden im Alltag? Mein Protestantisches Kopf-Christentum hat sich hier irgendwie niedergeschlagen.

 

Doch dann hat es mich irgendwie gepackt. Schön zum Anschauen, bunt, mehrere Sinne ansprechend, einfach einladend, in die Hand zu nehmen. Es ist zum Angreifen und erinnerte mich da und dort daran, einmal wieder inne zu halten und über mein Leben im Angesichte Gottes nachzudenken. Es hat gut getan, dieses schöne Perlenband immer wieder in den Blick zu nehmen.

 

Ich bin ein Mensch, der immer bereit ist, das Leben von der anderen Seite zu sehen, es zu wagen, über Mauern zu springen und sich auf eine Reise einzulassen. Und so geschah es, dass ich mich auf dieses Bändchen einließ.

 

Gesagt, getan und gleich zu Beginn meiner persönlichen Erfahrung mit den Perlen habe ich auch in der Gruppe die ersten Erfahrungen gesammelt - wo? In Schweden natürlich!

 

Eine Schweden-Kanutour von "Weites Land" stand an. Und da das Perlenband die Idee eines Schwedischen Bischofs war, nahm ich es gleich zum Anlass, dieses Band als Thema der Kanutour zu nehmen und jeden Tag Impulse darüber zu geben.

 

Für mich war es schön und auch für die Teilnehmenden, da ein Ding lebendig wurde, ein Werkzeug wurde entdeckt um daraus ganz persönliche Erfahrungen zu ziehen. Jeder für sich und ganz unterschiedlich und doch in einer Sprache, die zu Herzen ging.

 

Diese Sprache möchte ich teilen, in Form dieses Blogs, immer wieder und so wie es passt. Ganz ohne Form, ganz einfach. Und ich lade dich herzlich ein, dabei zu sein, dieses Band zu entdecken und zu erfahren, dass Gott heute spricht und mit dir ganz persönlich in Beziehung treten will.

 

Also, herzlich Willkommen auf dieser Reise!