Ewigkeit im Herzen

Wie gehen wir mit dem Tod eines lieben Menschen um? Was ist, wenn mit einem Schlag alles ganz anders ist als es war? 

Fragen, die sich mitten im Leben plötzlich stellen können, dann wenn ein Mensch aus dem Leben gerissen wird durch einen Unfall, durch Krankheit, Alter oder wenn jemand sein Leben auch selbst beendet.

Unser menschliches Verstehen kann das alles nicht fassen, ein geliebter Mensch ist nicht mehr da, er ist weg, kommt auch nicht wieder zurück. Tränen, Schmerz und Leid bleibt. Am Grab stehend begegnen einem offene Fragen, die teils Antwort finden und teils einfach offen bleiben.

Heute ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Die evangelische Christenheit nennt diesen Sonntag im Kirchenjahr: Ewigkeitssonntag.

Es wird der Verstorbenen gedacht, für Menschen in und mit Trauer gebetet. Ein wertvoller Tag.

Gottes Wort in der der Losung für diesen Sonntag lädt uns ein zum Nachdenken: "Lasst eure Lenden umgürtet sein und euer Licht brennen" (Lukas 12,35)

Was sagst uns das? Was fragt uns das?

Der Blick ins Grab zeigt uns einen Spiegel, auch ich werde mit 100% iger Sicherheit irgendwann an dieser Stelle sein, meine Reise in die Ewigkeit antreten und aus dieser Welt gehen. Wie, weiß ich nicht, wann, auch nicht. Aber mir ist bewusst, dass ich hier und jetzt lebe, hier und jetzt bereit sein darf, das Leben zu umarmen, die Meinen zu lieben und der Welt ein Stück Licht zu schenken, das in meinem Herzen brennt. Und ich darf wissen, mein Leben hier ist nur ein Teil des Ganzen, der Schönheit, der Ewigkeit. Ich darf über den Horizont blicken und wissen, das ich geboren bin um zu leben und zu lieben und dass ich geborgen bin für die Ewigkeit.

Ich darf wissen, dass ich nicht alleine bin mit allen offenen und manchmal auch quellenden Fragen des Lebens, weil der Gott des Lebens mich beim Namen ruft, mich kennt und liebt und hier und heute mir die Hand reicht, um schon jetzt Heimat zu finden, den Glanz der Ewigkeit in die vergängliche Gegenwart zu bringen und mit Jesus, der den Tod überwunden hat zu leben.

Als Christ habe ich Schmerz, wenn jemand vorausgeht, aber ich darf auch wissen: er geht dort hin, wo ich hingehen werde, und ich darf dennoch mein Leben hier und jetzt in der Tiefe, Höhe und Breite ausfüllen mit Lachen, Weinen, mit allem, was das Leben ausmacht.

Mein Fixiert-sein auf das Hier und Jetzt darf sich als Christ wandeln im Blick auf das, was uns Gott in seinem Wort zusagt:

Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit. (Offenbarung 1,17-18)

Und:

Denn der Sünde Sold ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das Ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. (Römer 6,23)

Das Leben hat seinen Preis, die Ewigkeit ist ein Geschenk: Komm, lass Jesus diesen Preis zahlen, nimm Jesu Hand. Er ist da!