Jaja und die Welt dreht sich

Wie oft kommt man im Leben an seine Grenzen, wie oft eckt man da und dort an, wie oft verletzt man sich und andere?

 

Die Welt dreht sich dennoch weiter und geht nicht unter.

 

Ich will hier nichts verniedlichen oder große Probleme klein reden, oder gar Verletzungen, die da sind, leugnen. Doch mein Eindruck ist, dass das Problem oft dort liegt, wo man es nicht vermutet.

 

Im Frühjahr kommt alles so schön zum Vorschein. Blumen treiben aus, das Gras wird grün und alles nimmt nach dem oft so trüben Winter schöne Formen an. Wie schön, es tut einfach gut.

 

Doch auf welchem Untergrund wächst das alles? Woher kommt die Gemüsepflanze, die Blume, der Getreidehalm ...? - Eh klar! Aus dem Boden, der Erde, wo sie Nährstoffe bekommt.

 

Und wie ist es beim Menschen? Es gilt eigentlich das Gleiche. Das Gesetz von Saat und Ernte, was gesät ist, wird irgendwann geerntet.

 

Im eigenen Leben gibt es Frucht, gibt es dies und jenes, das wächst. Gutes, wie Schlechtes. Ich freue mich, ich bin traurig, ich bin zornig, ich bin gutmütig. Ich zucke leicht aus, ich bewahre Ruhe im Sturm der Zeit. Setz mal für dich selbst deine Getreidekörner ein, dort wo du merkst, es geht dir schlecht und auch dort, wo es dir gut geht.

 

Und aus diesen Körnern entwickelt sich Gras, dann ein Halm, später die Ähre mit der zig- oder hundertfachen Frucht, den Reaktionen. Doch vor der Frucht muß es einen Nährboden dafür geben. Das Unkraut schießt ebenfalls aus dem Boden und wächst genauso rasch wie das Getreide.

 

Was kann man gegen Unkraut unternehmen? Oberflächlich behandeln, mit Chemie wegspritzen (Mediakamente gegen körperliche oder psychische Symptome nehmen) oder man geht der Ursache auf den Grund, man sucht die Wurzel der Ursache. Man schaut, was ist da - woher kommten Zorn, Angst, Versagensgefühle, Selbstdefinierung über Leistung ... und die vielen anderen Unkräuter der Zeit?

 

Es ist gut, das Unkraut unter der Oberfläche zu behadeln; man packt es an der Wurzel und entfernt es als Ganzes. Das ist ein harter Prozess, der oftmals unter vielen Tränen passiert. Aber Heilung und Erneuerung sind dafür um so stärker vorhanden. Alles passiert im Gebet, man begegnet Gott und betet die Wurzeln durch, Gottes Heiliger Geist offenbart dann Schritt für Schritt Dinge im Leben, die er - der lebendige Gott - neu machen möchte.

 

Diese Praxis nennt man Gebetsseelsorge.

 

Ja und die Welt dreht sich weiter. Für dich, weil die Welt schön ist, und die Schönheit der Welt nicht geraubt werden darf durch das Unkraut des Feindes.

 

Gebet: Jesus, heute ist ein schöner Tag, zeig mir in deiner Schönheit dein Wirken an mir. Hilf mir dabei, an die Wurzeln des Unkrauts in meinem Leben zu kommen und es auszureißen. Du schenkst Heil und Heilung! Amen.